Hauenebersteiner Revierförster in Ruhestand verabschiedet

Baden-Baden (up) – In der Sitzung des Ortschaftsrates Haueneberstein wurde nach 34 Jahren Revierförster Hubert Meßmer von Ortsvorsteher Hans-Dieter Boos in den Ruhestand verabschiedet.

Verabschiedung (von links): Jannes Ammon (Nachfolger von Hubert Meßmer), Hubert Meßmer und Hans-Dieter Boos. Foto: Ulrich Philipp

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Verabschiedung (von links): Jannes Ammon (Nachfolger von Hubert Meßmer), Hubert Meßmer und Hans-Dieter Boos. Foto: Ulrich Philipp

„Wir sind Weggefährten“, erklärte Boos in seiner Abschiedsrede und erinnerte daran, dass Meßmer und er fast zur gleichen Zeit im Jahr 1987 in Baden-Baden ihre berufliche Laufbahn begonnen haben.

Meßmer war bald – neben den Wäldern der Eberbachgemeinde – auch zuständig für die Reviere Sandweier und Balg. Er habe ihn dabei als immer sehr hilfsbereiten Mann kennengelernt, der auch die Herzen der Kollegen gewonnen habe, so Boos. In ihrem Namen, aber auch persönlich sowie im Namen des Ortschaftsrates und der Gemeinde, spreche er Meßmer seinen Dank aus, so der Ortsvorsteher weiter. Er schätze Meßmers enorme Fachkenntnis sowie seine ruhige und sachliche Art. In seine Amtszeit seien schwierige Herausforderungen gefallen – zum Beispiel nach dem Orkan Lothar an Weihnachten 1999. „Aber die schönen Momente haben in seiner Berufslaufbahn überwogen“, stellte Boos fest. Zum Abschied überreichte er Meßmer die Hauenebersteiner Wappenkachel und einen Geschenkkorb, „sie sollen Sie erinnern an eine ereignisreiche Zeit in Haueneberstein“. Boos gab zudem seiner Hoffnung Ausdruck, Meßmer möge auch an zukünftigen Waldbegehungen teilnehmen.

„Langweilig ist es mir nie geworden“

Der so Angesprochene ergriff darauf selbst das Wort. Er schätze die Würdigung durch die Verabschiedung des Ortschaftsrates sehr, und es sei ihm eine Ehre gewesen, für das städtische Forstamt und Haueneberstein tätig gewesen zu sein. Für deren Wald und die Bürger habe er sehr gerne gearbeitet. „Langweilig ist es mir nie geworden“, so Meßmer weiter, zumal sich sein Revier im Laufe der Jahre fast verdoppelt habe. Als Folge von Orkan Lothar habe man damals schon damit beginnen können, Baumarten zu pflanzen, die besser mit dem Klimawandel zurechtkommen. „Insgesamt habe ich 50 Hektar aufgeforstet“, berichtete Meßmer. Und er ergänzte: „Es ist nicht schön, wenn man Wald verliert“ – und er erwähnte in diesem Zusammenhang die Verbreiterung der Autobahn A5, den Bau der neuen B3, („der Unterwald wurde zerschnitten“) sowie den Bau des neuen Strandbades in Sandweier, allesamt Projekte, die in seine Dienstzeit gefallen waren. Zudem hatte er insgesamt vier Waldbrände zu meistern.

Der Wald sei für ihn immer sein erster Anlaufpunkt gewesen, gerade in Zeiten, in denen es ihm nicht so gut ging, berichtete Meßmer. „Der Wald hat mir etwas gegeben und ich habe ihm auch etwas gegeben“, so der Förster.

Die Ortschaftsräte erhoben sich abschließend von ihren Plätzen und spendeten ihrem ehemaligen Revierförster lange anhaltenden Applaus.

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Erstellt:
10. November 2021, 14:00 Uhr
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