Hauptstraße Steinmauern: Letzter Akt

Steinmauern (HH) – Der letzte Abschnitt zur Sanierung der Hauptstraße in Steinmauern wird in Angriff genommen. Der Gemeinderat stimmte zu, Anfang 2021 sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden.

Vom Abzweig zum Rendelweg bis ans Ortsende reicht das letzte, noch nicht umgestaltete Stück der Hauptstraße. Gleich im neuen Jahr soll seine Sanierung ausgeschrieben werden. Foto: Helmut Heck

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Vom Abzweig zum Rendelweg bis ans Ortsende reicht das letzte, noch nicht umgestaltete Stück der Hauptstraße. Gleich im neuen Jahr soll seine Sanierung ausgeschrieben werden. Foto: Helmut Heck

Weil man große finanzielle Einbußen als Folge der Pandemie fürchtete, wurde im Mai vom Gemeinderat auf Drängen der Verwaltung beschlossen, die fürs laufende Jahr geplante Sanierung des noch unerledigten Reststücks der Hauptstraße auf einen späteren Zeitraum zu verschieben. Es reicht vom Übergang am Rendelweg bis zum Ortsende. In der letzten Sitzung des zu Ende gehenden Jahres brachte die Verwaltung die Sache wieder auf den Tisch, versehen mit dem Vorschlag, das Vorhaben im neuen Jahr durchzuführen.
Begründet wurde die zeitige Wiedervorlage mit einer unerwartet guten Erholung der Finanzen. Nach anfänglichen Einbrüchen bei der Gewerbesteuer belaufe sich die aktuelle Prognose auf 1,05 Millionen Euro, berichtete Rechnungsamtsleiter Manuel Otteni. Man liege damit nur noch 100 000 Euro unter dem Haushaltsansatz, war in den Unterlagen zu lesen. Aber die gute Nachricht wurde noch besser. Otteni teilte mit, dass eine Gewerbesteuernachzahlung eines Unternehmens bevorstehe, mit der sich das Volumen auf 1,19 Millionen Euro steigern werde.

Zusätzlich seien vom Land 300 000 Euro als Kompensation für Steuerausfälle gekommen. Die auf 900 000 Euro taxierte Erneuerung des letzten Hauptstraßenabschnitts könne also in Angriff genommen werden. Der Landkreis werde, wie bereits bei der Beratung im Mai bekannt war, einen Anteil von 97.000 Euro übernehmen.

Einheitliches Erscheinungsbild

Die Instandsetzung beziehungsweise Umgestaltung könne so erfolgen, wie es beschlossen war. Das bedeutet, dass auch eine neue Wasserleitung installiert wird, schadhafte Hausanschlüsse der Kanalisation erneuert und Leerrohre für die Glasfaserversorgung verlegt werden. Anfang kommenden Jahres sollen die Arbeiten ausgeschrieben, im Februar vergeben werden.

Nach der Fertigstellung soll die Hauptstraße auf ganzer Länge ein einheitliches Erscheinungsbild abgeben, wie es in den vorangegangenen Abschnitten vorgezeichnet ist.

Die Fahrbahn des Reststücks wird als Besonderheit allerdings mit einem speziellen Asphalt versehen, der Lärm vermindert. Matthias Götz (CDU) forderte darüber hinaus Tempo 30, wie es im Lärmaktionsplan vorgesehen sei, der zuletzt im November im Gemeinderat behandelt worden war.

Rheinstraße im Blick

Sobald der Aktionsplan Gültigkeit erlangt habe, werde die Geschwindigkeitsbegrenzung umgesetzt, sicherte Hauptamtsleiterin Julia Hangs zu. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung, die Sanierung im kommenden Jahr durchzuführen, wurde einstimmig bekräftigt. Götz lenkte den Blick auch auf die Rheinstraße, die man auf keinen Fall „runterfallen lassen dürfe“, zumal man Fördermittel abgreifen könne.

Daniel Geiser (WGS) war gleicher Meinung. Die Rheinstraße sei mit die schlechteste Straße in der Gemeinde. Schon im März 2018 habe man den Sanierungsbedarf thematisiert. Im Februar dieses Jahres sei eine Untersuchung angestoßen worden, fragte Geiser nach Ergebnissen. Die Kostenschätzung fehle noch, antwortete Hangs. Im Frühjahr könnte die Maßnahme entscheidungsreif sein. „Angenehm überrascht“ von den Gewerbesteuereinnahmen, wollte Julio Pardo Pose (WGS) wissen, ob mit ausreichenden Mitteln für die Rheinstraße gerechnet werden könne. Otteni meinte, es werde von der finanziellen Entwicklung abhängen, ob man das Projekt ganz ohne oder mit einer geringen Kreditaufnahme schultern könne. Geiser erinnerte daran, dass die Ortskernsanierung noch bis 2023 laufe, nur bis dahin stünden Zuschüsse in Aussicht.

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Erstellt:
17. Dezember 2020, 16:06 Uhr
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