Rastatter Pflegeheim Haus Paulus: Keine Entwarnung

Rastatt (ema) – Nach dem größeren Corona-Ausbruch im Pflegeheim Haus Paulus scheint sich die Situation etwas zu entspannen, doch die Lage bleibt ernst.

Eine weitere Bewohnerin aus dem Haus Paulus muss ins Krankenhaus verlegt werden. Foto: Frank Vetter

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Eine weitere Bewohnerin aus dem Haus Paulus muss ins Krankenhaus verlegt werden. Foto: Frank Vetter

„Von Entwarnung kann keine Rede sein“, wie es aus dem Rastatter Landratsamt heißt. Nach Behördenangaben musste eine weitere Bewohnerin ins Krankenhaus verlegt werden, nachdem bereits zuvor fünf Senioren in die Klinik gebracht wurden.

Der Träger Kursana hat inzwischen zwei Pflegekräfte aus einer anderen Einrichtung in Bayern gewinnen können, die nun im Haus Paulus unterstützen. Zudem, so die Kreisverwaltung, ist eine Pflegekraft, die nicht an Corona erkrankt war, aus dem Krankenstand zurückgekehrt. Neue Infektionsfälle seien nicht aufgetreten.

„Stetiger Austausch mit Angehörigen“

Beendet wurde die Ausnahmeregelung, wonach zwei infizierte, symptomfreie Bedienstete nach einem speziellen Hygienekonzept ausschließlich infizierte Bewohner versorgen durften.

Bei Kursana betont man, dass die Versorgung der Bewohner sichergestellt sei. Man stehe „im stetigen Austausch“ mit den Angehörigen. Mitarbeiter und Bewohner in dem 117-Betten-Haus würden sich täglich einem Schnelltest unterziehen; am Montag seien alle Ergebnisse negativ gewesen. Außerdem laufen PCR-Reihentestungen in Absprache mit dem Gesundheitsamt.

Wie berichtet, haben sich in dem Pflegeheim acht Mitarbeiter sowie 25 Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Um die verbliebenen Pflegekräfte zu entlasten, leisten Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks Rastatt (THW) mindestens bis Ende dieser Woche logistische Hilfe, etwa beim Verteilen der Mahlzeiten oder bei Spaziergängen mit Bewohnern.


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