„Hausfestspiel“ mit Serenaden im Internet

Baden-Baden (BT) – Endlich einmal wieder Musik aus dem Festspielhaus Baden-Baden live genießen: Vom 17. bis zum 20. Februar wird dies beim Streaming-Festival „Hausfestspiel“ möglich.

Freuen sich schon sichtlich auf ihren ersten Auftritt auf der Bühne des Festspielhauses: Die vier Musiker des vision string quartet. Foto: vision_cTimKloecker_rock_orig/pr

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Freuen sich schon sichtlich auf ihren ersten Auftritt auf der Bühne des Festspielhauses: Die vier Musiker des vision string quartet. Foto: vision_cTimKloecker_rock_orig/pr

Die Abendmusiken mit Christian Tetzlaff (Violine), dem vision string quartet, Tenor Julian Prégardien und Sopranistin Olga Peretyatko beginnen immer um 20.15 Uhr und sind kostenfrei im Internet zu sehen.

„In Baden-Baden sprießen die Krokusse unter der Schneedecke, und auch wir möchten aus dieser wunderbaren Stadt ein Signal der Hoffnung aussenden“, sagt Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa. Das Streaming-Festival bringe die Atmosphäre des Festspielhauses in die Wohnzimmer. Stampa: „Wenn die Musikliebhaber noch nicht wieder zu uns kommen können, kommen wir zu ihnen.“

Die ausgewählten Werke stehen stellvertretend für viele musikalische Geschichten, die in der Kurstadt geschrieben wurden, heißt es weiter. „Wir pflegen die in Baden-Baden oft beschrittenen künstlerischen Brücken nach Frankreich. Wir kehren zurück in die Salons der Romantik und zur Musik Robert Schumanns, die einst durch Clara Schumann und Pauline Viardot-Garcia in der Stadt zum guten Ton gehörte.“ Schließlich, so Stampa, blicke man in die Zukunft des Genres Streichquartett und habe mit Julian Prégardien und Olga Peretyatko zwei Hoffnungsträger der Oper zu Gast.

Julian Prégardien. Foto: Peter Rigaud/pr

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Julian Prégardien. Foto: Peter Rigaud/pr

Den Auftakt des viertägigen Festivals im Internet macht am Mittwoch, 17. Februar, der Geiger Christian Tetzlaff. Er wird die Sonate in A-Dur für Violine und Klavier von César Franck interpretieren. Der in Frankfurt geborene Tenor Julian Prégardien singt am Donnerstag, 18. Februar, Robert Schumanns Liederzyklus „Dichterliebe“, mit Texten von Heinrich Heine. Éric Le Sage begleitet am Klavier.

Das vision string quartet (Freitag, 19. Februar) gehört zu den erfolgreichen jungen Streichquartetten in Europa. Mit Auszügen aus dem Streichquartett F-Dur op. 35 von Maurice Ravel und Eigenkompositionen aus den Genres Jazz, Pop und Rock erobern Jakob Encke (Violine), Daniel Stoll (Violine), Sander Stuart (Viola) und Leonard Disselhorst (Violoncello) erstmals die Festspielhausbühne. Sie wären in dieser Saison im europäischen Förderprogramm „Rising Stars“ unterwegs. Derzeit brechen die meisten ihrer lang erhofften Debüts einfach weg.

Live-Gespräche mit Schülern geplant

Olga Peretyatko (Sopran) singt zum Abschluss am Samstag, 20. Februar, um 20.15 Uhr ein Tschaikowsky-Liedprogramm. Die Sängerin feierte in Baden-Baden große Opernerfolge. Als Adina sprang sie in der „Liebestrank“-Inszenierung von Rolando Villazón ein und eroberte kurz darauf in der Titelrolle der Violetta Valery die Herzen der Opernfans in „La traviata“ – abermals inszeniert von Villazón.

Olga Peretyatko. Foto: Daniil Rabovsky

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Olga Peretyatko. Foto: Daniil Rabovsky

Der Live-Stream aus dem Festspielhaus ist über www.festspielhaus.de zu sehen. Weitere Ausspielwege befinden sich auf der Video-Plattform Vimeo, bei YouTube sowie auf der Facebook-Seite des Festspielhauses.

Neben den Konzerten und Gesprächen sind vom 17. bis 20. Februar vormittags auch Künstler-Live-Gespräche mit Schülerinnen und Schülern geplant, die derzeit online unterrichtet werden.


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