Herrenwies: Parkplatz für Friedwald entsteht

Forbach (mm) – Wo künftig Verstorbene ihre letzte Ruhestätte finden, ist derzeit schweres Gerät im Einsatz: Ein Bagger bereitet den Parkplatz für den Friedwald „Badener Höhe“ vor.

Der künftige Parkplatz für den Friedwald wird angelegt. Foto: Markus Mack

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Der künftige Parkplatz für den Friedwald wird angelegt. Foto: Markus Mack

Die alternative Bestattungsmöglichkeit bei der Herrenwieser Schwallung soll im Verlauf des Monats Juli in Betrieb genommen werden. Das berichtet Walter Dürr, der Betriebsleiter der Murgschifferschaft.

Die Gemeinde Forbach wird den Friedwald gemeinsam mit der Waldgenossenschaft als Eigentümerin des Geländes und der Friedwald GmbH im hessischen Griesheim als Betreiberin einrichten. Das Aushubmaterial wird zur Anlage eines Andachtsplatzes verwendet, erläutert Dürr. Dieser wird ein Stück weit in Richtung Herrenwies angelegt.

Auch die Bestattungsbäume im ersten Abschnitt des Friedwalds sind bereits ausgewählt. Sie werden mit Nummerntafeln markiert und die Standorte in einer Karte aufgenommen, damit die Ruhestätten von den Interessenten ausgewählt werden können. Eine Hinweistafel soll später am Parkplatz aufgestellt werden, damit Besucher die Bestattungsbäume auch finden können. Zwar sei das derzeit wechselhafte Wetter nicht gerade günstig für die Arbeiten, aber „wir kommen klar“, ist Dürr zuversichtlich. Auf einer Fläche von rund 50 Hektar entsteht der erste Friedwald im Landkreis Rastatt. Urnenbestattungen unter Bäumen sind dort möglich.

Öffentlich-rechtlicher Friedhof: Wald bleibt als Erholungsgebiet nutzbar

In seiner Mai-Sitzung hatte der Forbacher Gemeinderat einstimmig dem Entwurf einer Nutzungsordnung zugestimmt. Der Friedwald ist ein öffentlich-rechtlicher Friedhof, der Wald bleibt als Erholungsgebiet nutzbar. Im Regelwerk geht es um die künftige Nutzungsberechtigung. Es werden die verschiedenen Bestattungsmöglichkeiten definiert. Bestattungen in Friedwäldern gelten als alternatives Angebot, wenn keine Angehörigen für die Grabpflege vorhanden sind. Zwei Arten von Ruhestätten sind im Friedwald-Konzept vorgesehen. Es gibt entweder Bäume, unter denen auch Familienmitglieder beigesetzt werden können, oder Gemeinschaftsbäume. Grabschmuck ist nicht vorgesehen.

Interesse an der Bestattung im Wald sei vorhanden, berichtet Forbachs Hauptamtsleiterin Margit Karcher. Informationsmaterial kann per E-Mail an info@friedwald.de angefordert werden oder unter (0 61 55) 84 81 00. Auch ist es schon jetzt möglich, sich für Termine zur Baumauswahl mit den Friedwald-Förstern vormerken zu lassen.


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