Herrenwies in der Warteschlange

Forbach (vn) – Der alte Rossstall in Herrenwies soll zum Nationalparkhaus samt einem „Haus für pädagogische Zwecke“ umgebaut werden. Voraussichtlich nächstes Jahr geht es jetzt endlich los.

Wartet schon seit vielen Jahren auf eine Nutzung: Der alte Rossstall in Herrenwies. Foto: Markus Mack/Archiv

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Wartet schon seit vielen Jahren auf eine Nutzung: Der alte Rossstall in Herrenwies. Foto: Markus Mack/Archiv

Die Kosten für das Vorhaben sind auf rund zwei Millionen Euro beziffert worden. Das Finanzministerium in Stuttgart bekräftigte auf BT-Anfrage diese Summe nochmals. Versprochen ist das Vorhaben bereits seit der Gründung des Nationalparks 2014. Nur verwirklicht worden ist es noch nicht.

Neben dem Besucherzentrum auf dem Ruhestein soll die Einrichtung im Forbacher Höhenortsteil ein neuer Anlaufpunkt im Nordteil des Parks werden – vor allem für Besucher, die sich für die Geschichte der Region interessieren.

Projekt am Ruhestein hat Priorität

Geplant ist eine Ausstellung zu Mensch, Wald und Wildnis. Thematisiert werden sollen kulturhistorische Verknüpfungen im Nordschwarzwald – von der ursprünglichen Natur über die lange Zeit intensiver menschlicher Nutzung hinweg bis zur künftig wieder entstehenden Wildnis im Nationalpark. Die Ausstellung wird von Friedo Meger aus Hamburg gestaltet, der auch am Ruhestein das Heft in der Hand hat.

Warum ist Herrenwies schon so lange in der Warteschlange? Nach Angaben des Finanzministeriums und des Amtes für Vermögen und Bau in Pforzheim ist das Mammutprojekt am Ruhestein die Ursache dafür. Es bindet schlicht alle Kräfte der beteiligten Akteure, es fehlen weitere Ressourcen. Deshalb ist davon auszugehen, dass erst ab 2021 in Herrenwies gearbeitet wird.

Ihr Autor

Volker Neuwald

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Erstellt:
14. Oktober 2020, 13:55 Uhr
Lesedauer:
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