„Herzerwärmende Aktion“ in Bermersbach

Forbach (mhr) – An normalen Wintertagen lassen einsame Wanderer die Dahlienallee in Bermersbach links liegen. Mit der reich bestückten „Allee der guten Wünsche“ hat sich das grundlegend geändert.

Adalbert Roth und Stefanie Kalmbacher freuen sich über die positiven Reaktionen auf die Allee der guten Wünsche. Foto: Margrit Haller-Reif

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Adalbert Roth und Stefanie Kalmbacher freuen sich über die positiven Reaktionen auf die Allee der guten Wünsche. Foto: Margrit Haller-Reif

Gibt es doch seit Ende Dezember bis Ende Februar eine Menge einfallsreicher Wünsche-Objekte zu bestaunen. Entsprechend begeistert ist die Resonanz.
Seine persönliche Freude drückte ein Ehepaar aus Bruchsal in einem Brief an die Ortsverwaltung Bermersbach aus. Auf dem Weg zu den Giersteinen entdeckten sie rein zufällig „mit Freude und Staunen und einem tiefen Glücksgefühl“ die den Pfad säumenden Glückwunschstöcke. Zitat: „So schön, in dieser Zeit Verbundenheit, Wärme und Witz zu spüren bei all diesen originellen Beiträgen.“

Objekte und kleine Kunstwerke

Es sind Beiträge in Form von Objekten und Miniaturkunstwerken jeder Art, aus Holz, geschnitzt, mit Metallelementen, unter Einbeziehung von Haushalts- und Alltagsgegenständen. Da war nicht nur Kreativität, sondern auch handwerkliches Geschick gefragt. Ein willkommener Zeitvertreib in Corona-Zeiten war es allemal. Weder Wind noch Regen oder Schnee haben den Wünsche-Objekten bislang etwas anhaben können.

„Toll, dass auch nichts zerstört wurde“, sagt Adalbert Roth, der gerade nachschaut, ob sein „Wünsche-Rechen“ dem Wetter immer noch standhält. Mit Bezug zum Obst- und Gartenbauverein dienen die Zinken des Arbeitsgeräts als Aufhängung für symbolträchtige Gartenutensilien mit dazugehörigen Wünschen.

Auch in einem ausgelatschten Schuh kann man neue Wege gehen. „Licht im Dunkel“ verspricht die Lampenfassung mit Birne. Manche Wünsche darf man mit nach Hause nehmen. Wie die Schutzengel-Steine eines Bermersbacher Ehepaars oder die Glück- und Segenswunsche in Tütchen aus der Postbox der Familie Roth und Pia Deimling.

Die Wünsche von Bevölkerung und Besuchern zielen darauf ab, „diese tolle Idee“ im nächsten Jahr doch bitte wieder aufzugreifen. „Es ist einfach eine herzerwärmende Aktion“, freut sich Ideengeberin Stefanie Kalmbacher, die Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Bermersbach. Sie lächelt, wohl wissend, dass auf sie und die Vereinsmitglieder die nächste Aktion bald wartet. Anfang Mai beziehungsweise nach dem letzten Frost beginnen die Vorbereitungen für eine blühende Dahlienallee im Sommer: Mist auf dem Randstreifen ausbringen, Dahlienzwiebeln nach Farben und Größe auf der Fläche verteilen, hacken, gießen, pflegen. Schließlich soll die Dahlienallee während der Sommermonate Spaziergänger und Wanderer einmal mehr mit ihrer Blütenpracht erfreuen.

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Erstellt:
17. Februar 2021, 14:00 Uhr
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