Warnstreiks in Gaggenau und Rastatt

Gaggenau/Rastatt (BT) – Bei Daimler in Gaggenau und Maquet-Getinge in Rastatt sind die Beschäftigten am heutigen Freitag zu zeitlich befristeten Arbeitsniederlegungen aufgefordert.

Mit Warnstreiks will die IG Metall ihren Forderungen in der laufenden Tarifrunde Nachdruck verleihen. Symbolfoto: Martin Schutt/dpa

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Mit Warnstreiks will die IG Metall ihren Forderungen in der laufenden Tarifrunde Nachdruck verleihen. Symbolfoto: Martin Schutt/dpa

Diese Warnstreiks seien die Reaktion auf das Verhalten der Arbeitgeber, betont Claudia Peter. Sie ist die Erste Bevollmächtigte der IG Metall Gaggenau. Schließlich sei die dritte Runde der laufenden Tarifverhandlungen am 25. Februar erneut ergebnislos vertagt worden. Da die Friedenspflicht am 2. März abgelaufen ist, reagiert die IG Metall nun mit Warnstreiks auf die „Verweigerungshaltung der Arbeitgeber“. In der Region sollen die Beschäftigten des Mercedes-Benz-Werks Gaggenau in allen Schichten die Arbeit zwei Stunden früher beenden. Ebenso sind die Beschäftigten bei Maquet-Getinge in Rastatt aufgefordert, sich an den Warnstreikaktionen zu beteiligen. Da hier der größte Teil der Belegschaft im Homeoffice sei, werden diese in einer digitalen Konferenz von der IG Metall und Betriebsrat informiert.

Claudia Peter setzt nach eigenem Bekunden auf eine hohe Beteiligung, um die Handlungsfähigkeit der Gewerkschaft zu demonstrieren. Und am 9. März habe der Arbeitgeberverband Südwestmetall wieder die Möglichkeit, mit der IG Metall „in ein lösungsorientiertes Gespräch zu kommen, um weitere Ausstände zu vermeiden“.

Aktuell zeige sich bei Maquet-Getinge, dass Beschäftigungssicherung und Zukunftstarifverträge dringend notwendig seien, um den Restrukturierungsprozess gemeinsam gestalten zu können. „Über das bisherige Verhalten der Arbeitgeber sind die Beschäftigten stinksauer und somit hoch motiviert, sich an vielfältigen Aktionen zu beteiligen“, so Claudia Peter weiter.

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Erstellt:
5. März 2021, 05:00 Uhr
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