Historischer Rundweg in Weisenbach

Weisenbach (mm) – Einen „Historischen Rundweg“ soll es in Weisenbach und Au geben. Seit 2017 beschäftigt sich der Heimatpflegeverein mit diesem Thema, berichtet dessen Vorsitzender Michael Essig.

Eine Station des Rundwegs ist die Wendelinuskapelle auf dem Weisenbacher Friedhof. Foto: Götz

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Eine Station des Rundwegs ist die Wendelinuskapelle auf dem Weisenbacher Friedhof. Foto: Götz

Rund 15.000 Euro sind für das Projekt kalkuliert, ein Leader-Zuschuss von rund 10.600 Euro ist bewilligt. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 23. Juli, (18.30 Uhr, Festhalle), wird über den aktuellen Sachstand berichtet. Der Heimatpflegeverein erbringt dabei Eigenleistungen für Text- und Bildrecherchen, Absprachen mit Gebäudeeigentümern oder die Gestaltung der Informationstafeln im Wert von 4.500 Euro. 300 Stunden zu je 15 Euro sind im Leader-Förderantrag dafür veranschlagt. Diese Leistungen sind von der Kommune finanziell darzustellen, auch wenn kein Geld fließt. Der Anteil könne von der Kommune zur Reduktion der Sachkosten verwendet werden, heißt es in den Ratsunterlagen.

Zeitintensive Vorbereitungen

Die vorbereitenden Arbeiten seien sehr zeitintensiv, berichtet Essig. Er nennt Nachforschungen in Archiven und der Ortschronik oder das Abgehen der möglichen Route des Rundgangs. Dafür würden die kalkulierten 300 Stunden wohl nicht ausreichen. Derzeit sind die Mitglieder der Vorstandschaft dabei, Texte für Informationstafeln über die Stationen des Rundwegs zu erarbeiten. Der Heimatpflegeverein wollte schon seit Längerem besondere Gebäude und Objekte in Weisenbach und Au mit Informationstafeln versehen. Die Idee für einen verbindenden Rundweg entstand zusammen mit Bürgermeister Daniel Retsch.

Essig nennt als Beispiele für Stationen die Wendelinuskapelle, die alte Kelter, die Grundschule, die Festhalle, die Erlenmühle und die Auer Lourdes-Grotte. Die Text- und Bildrecherche erfolgt durch den Heimatpflegeverein in Kooperation mit der Verwaltung und ortskundigen Bürgern. Ein Ortsplan, in dem der Rundweg integriert ist, soll die Standorte der historischen Gebäude sowie entsprechende geschichtliche Hintergrundinformationen beinhalten.Weitere Bestandteile des Projekts sind Entwurf, Fertigung und Montage von Informationstafeln an den Gebäuden.

Mit dem „Historischen Rundweg“ soll der Bevölkerung, den Neubürgern, aber auch den Touristen die geschichtliche Entwicklung der Gebäude und Einrichtungen nähergebracht werden. Im Rundweg-Projekt wird ein Beitrag zur Erhaltung, zur Gestaltung und Entwicklung des Dorfs samt Brauchtumspflege gesehen. Überdies soll er zur Stärkung der Infrastruktur wie beispielsweise der Gastronomie beitragen.

Auf den Informationstafeln wird ein QR-Code zu finden sein. Dieser leitet nach dem Abscannen per Smartphone direkt auf die noch zu schaffende Homepage für den „Historischen Rundweg“ mit ergänzenden Informationen weiter, erläutert Essig.

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Erstellt:
21. Juli 2020, 20:00 Uhr
Lesedauer:
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