Hochbetrieb am Rhein

Au am Rhein (HH) – Das Pfingstwochenende lockte zahlreiche Ausflügler nach Neuburgweier. Hundert Autos und zwei Dutzend Wohnmobile drängten sich auf dem Parkplatz am Rheinufer und am Straßenrand.

Wagenburg: Auf dem Parkplatz am Rheinufer geht es an Pfingsten eng her. Fast 30 Wohnmobile stehen dort. Foto: Helmut Heck

© HH

Wagenburg: Auf dem Parkplatz am Rheinufer geht es an Pfingsten eng her. Fast 30 Wohnmobile stehen dort. Foto: Helmut Heck

Falls sich je jemand fragte, wie viele Wohnmobile sich auf dem Parkplatz bei der Gaststätte „Zollhaus“ unterbringen lassen: An Pfingsten war die Antwort zu sehen. Gut zwei Dutzend rollende Freizeitheime unterschiedlicher Größe drängten sich auf der direkt am Rheinufer gelegenen Fläche. Den Nummernschildern zufolge kamen sie von überall her, aus Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Der Andrang mit Caravans war so stark, dass etliche davon in zweiter Reihe abgestellt werden mussten. Ein paar Lücken ließen darauf schließen, dass einige schon wieder weggefahren waren.

Auf dem Parkstreifen entlang der Zufahrtsstraße bot sich ein ähnliches Bild, wenn auch mit Personenwagen. Grob überschlagen standen über hundert Autos am Straßenrand. Offensichtlich herrschte Hochbetrieb, obwohl die Fähre, die das badische und das Pfälzer Rheinufer miteinander verbindet, wegen Hochwasser eingestellt war. Immerhin war der Biergarten am „Zollhaus“ geöffnet, auch 200 Meter flussabwärts am Rheinkiosk sah es nach regem Publikumsverkehr aus. Der große Besucherzustrom am Fluss bei Neuburgweier hing sicherlich auch damit zusammen, dass die Zufahrt zum Brückenkopf bei Au am Rhein wegen Hochwasser unpassierbar war.

Wassertreten mal anders: Kurz vor dem Brückenkopf bei Au am Rhein ist die Straße überschwemmt, Weiterstrampeln riskant. Foto: Helmut Heck

© HH

Wassertreten mal anders: Kurz vor dem Brückenkopf bei Au am Rhein ist die Straße überschwemmt, Weiterstrampeln riskant. Foto: Helmut Heck

Zufahrt zum Ufergelände wird begrenzt

Ausflügler mussten kurz vor dem Ziel vor den Fluten kapitulieren. Ein wagemutiger Sportradler riskierte es trotzdem, gab nach zehn Metern aber auf – nicht, weil das Wasser zu hoch stand, sondern weil die Strömung zu stark war. Ein wenig neidisch spähte man auf die französische Seite, wo ohne eine Spur von Behinderung Touristen bis ans Ufer rollten. Derweil werden sich die Wohnmobilurlauber am Fähranleger bald nach anderen Standorten umsehen müssen.

Wie berichtet, hat sich der Gemeinderat von Au dafür entschieden, die Zufahrt zum Ufergelände mit einer Höhenschranke zu begrenzen. Ein neuer Treffpunkt scheint sich auf der Pfälzer Seite oberhalb der Fähre zu entwickeln. Wo vor ein paar Wochen noch zwei, drei Mobile parkten, waren am Sonntag schon deutlich mehr auszumachen.

Zum Artikel

Erstellt:
25. Mai 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 57sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.