Hochstuhl fordert Verkehrsplan für Sandweier

Baden-Baden (sga) – In Sandweier ist man über die Verkehrssituation verärgert. Die Ortschaftsräte wollen deshalb mit diesem Thema bei den anstehenden Haushaltsplanungen berückichtigt werden.

Die Verkehrssituation in Sandweier sorgt schon seit Jahren für anhaltenden Unmut. Foto: Bernhard Margull

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Die Verkehrssituation in Sandweier sorgt schon seit Jahren für anhaltenden Unmut. Foto: Bernhard Margull

Eins ist klar: „Wir sind nicht nur die Zulieferer, wenn es darum geht, gewinnbringende Flächen zur Verfügung zu stellen“, ärgerte sich Ortschaftsrat Kurt Hochstuhl (SPD) am Montagabend bei der Sitzung in Sandweier. Es sei nicht in Ordnung, dass die Stadt immer nur „nehme“, jedoch umgedreht kein offenes Ohr für „dringende Anliegen“ habe.

Und schließlich sei der nachfolgende Wunsch vor allem eins: dringend. Nicht nur einmal habe Hochstuhl, „wie bisherige Kollegen auch“, um einen Verkehrs- und Mobilitätsplan für Sandweier gebeten. So lag auch bei dieser Sitzung Ortsvorsteher Wolfram Birk ein entsprechendes Schreiben vor. Hochstuhl zeigte sich sichtlich verärgert. Stöcke Nord dei erschlossen, der Iffzer Weg folge. Während immer weiter verdichtet werde und neue Baugebiete dazukämen, verschärfe sich das Verkehrsproblem in Sandweier weiter.

„Wir fordern eine Planungsrate“

„Natürlich“ sei der Fraktionsvorsitzende der SPD über den „dürftigen Haushaltsplan“ der Stadt im Bilde. Doch ein solch wichtiges Thema sollte dabei keinesfalls unberücksichtigt bleiben, „wir fordern eine Planungsrate zur Erstellung eines Verkehrsplans“.

Der gleichen Meinung ist Karl-Heinz Raster (Freie Wähler): „Ich weiß nur nicht, was wir noch alles machen sollen oder was wir falsch machen.“ Schriftliche Anträge habe es schon „vier, fünf Mal“ gegeben, immer „hat man uns im Gemeinderat ignoriert“. Auch Rafael Schulz (CDU) ist ratlos: „Ich begrüße es, aber die mehrheitliche Vertretung ist im Gemeinderat nicht gegeben, da muss man sich schon an die eigene Nase fassen.“ Die anderen Ratsmitglieder sind ebenfalls mit Hochstuhls Forderung einverstanden. Deshalb soll der Antrag am Montag in die Sitzung des Hauptausschusses eingebracht werden, wenn über den Haushaltsplan für 2022/23 beraten wird.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Gallenberger

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Erstellt:
10. November 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

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