Hochwasser: Rastatt kommt glimpflich davon

Rastatt (fuv) – Im Vergleich zu anderen Gegenden kommt Rastatt beim Hochwasser offenbar glimpflich davon. Trotzdem sind die Einsatzkräfte wachsam.

Die Dämme sind diesmal sichtbar gesperrt. Nicht jeder hält sich daran. Foto: Frank Vetter

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Die Dämme sind diesmal sichtbar gesperrt. Nicht jeder hält sich daran. Foto: Frank Vetter

Die Hochwasserlage in Plittersdorf ist noch relativ entspannt: So zumindest die Aussagen der Verantwortlichen der Rastatter Feuerwehren am Donnerstagmittag. Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch informierte sich an der Ankerbrücke über die Situation und dankte den Einsatzkräften.

„Es ist mir wichtig, mir ein Bild vor Ort zu verschaffen“, so der OB. Angesichts der katastrophalen Ereignisse in anderen Gegenden Deutschlands sei man in Rastatt bisher glimpflich davon gekommen, so Pütsch weiter. Dennoch sei die Lage ernst. „Wir hoffen, nicht auch in eine solche Situation zu geraten“, betonte der OB. Er unterstrich die wichtige Rolle der Freiwilligen Feuerwehren. Die Ehrenamtlichen seien gerade in den Rieddörfern sehr wichtig. „Dank ihres Einsatzes können die Leute beruhigt schlafen. Das Wichtigste ist, Personenschäden zu vermeiden“, dankte der Oberbürgermeister Vertretern der Wehren aus Plittersdorf und Wintersdorf, die zu dem Termin eingeladen worden waren. Er dankte auch den Mitarbeitern der technischen Betriebe, die beim Einrichten der Hochwasserschutzwände im Einsatz waren.

Dämme sichtbar gesperrt

Um 11.30 trafen sich der OB, Ortsvorsteher Mathias Köppel und Einsatzkräfte bei der Ankerbrücke. Der erste stellvertretende Kommandant der Rastatter Wehren, Michael Quednau, konnte zunächst einmal Entwarnung geben. 7,14 Meter hoch war der Pegel zu dieser Zeit. In der Nacht um 1 Uhr seien es noch 7,24 Meter gewesen, die Tendenz also fallend, so Quednau. Für den Samstag werde ein höheres Niveau erwartet bis 7,60 Meter. Auch das sei indes kein wirklich bedrohlicher Wert. „Ab acht Metern macht man sich Gedanken; dann kann es an der Ankerbrücke zu Stauungen des Rheinwassers kommen“, erläuterte der stellvertretende Kommandant. Bei einem Pegelstand von 8,80 Meter werde die Brücke überflutet, ergänzte der Plittersdorfer Abteilungskommandant Ewald Huck.

Regelmäßige Dammkontrollen

Gleichwohl werden regelmäßige Dammkontrollen durchgeführt. Die Dämme seien in einem guten Zustand, betonte Ortsvorsteher Matthias Köppel. Die erst eingebrachten Spundwände beim Schützenhaus verhinderten den Materialausfluss aus dem Damm.

Beim Thema Begehen des Hochwasserdamms blickte er auf die Erfahrungen des Januar-Hochwassers zurück. Man habe daraus gelernt und nun die Dämme für die Öffentlichkeit deutlich gesperrt. Dies sei wichtig, da vor den Fluten flüchtende Wildtiere durch Menschen und auch deren Hunde verschreckt werden können und wieder ins Hochwasser flüchteten. Nichtsdestotrotz kam prompt ein Radler auf dem Damm daher und wurde vom städtischen Ordnungsdienst in Empfang genommen.

Zur entspannten Lage trage auch bei, dass die Murg kein Hochwasser führe. Dennoch, betonten die Verantwortlichen, werde die Entwicklung am Wochenende genau beobachtet.


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