Hochwasserschutz nicht gefährdet

Rastatt (ema) – Die üppig gedeihende Renaturierung der Murg löst bei einem BT-Leser die Sorge aus, dass der Hochwasserschutz gefährdet sein könnte. Das Regierungspräsidium gibt Entwarnung.

Sowohl Ökologie als auch Hochwasserschutz sollen an der Murg im Stadtgebiet zu ihrem Recht kommen. Foto: Frank Vetter

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Sowohl Ökologie als auch Hochwasserschutz sollen an der Murg im Stadtgebiet zu ihrem Recht kommen. Foto: Frank Vetter

Immer wenn Peter Paul Scholz auf dem Murgdamm in der Rheinau spazieren geht, packen ihn gemischte Gefühle. Einerseits präsentieren sich Murgvorland und Wege seit dem Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt (HÖP) und der naturnahen Umgestaltung des Flusses als erfreulicher Naherholungsraum. Andererseits sorgt sich der Rastatter beim Anblick des mittlerweile „haushohen“ Bewuchses auf der neu geschaffenen Murginsel. Gegenüber dem BT äußerte Scholz die Befürchtung, dass die imposante Pflanzenwelt wie eine „Mauer“ wirken und den Hochwasserschutz torpedieren könnte.

Einsatz nach Pflegeplan

Im zuständigen Regierungspräsidium gibt man Entwarnung. Die Pflege an den Dämmen und im Murgvorland erfolge nach einem Pflegeplan, der seit 2016 umgesetzt werde. Dabei orientiere man sich an den Hochwasserschutz- und Naturschutzzielen. „Ein Ziel ist es dabei, dass sich entlang der Murg ein Vegetationssaum aus Röhrichten und Hochstaudenfluren als Rückzugsraum entwickelt. Die Mäharbeiten im Frühsommer beschränken sich daher auf die Dämme und einen dammbegleitenden Unterhaltungsstreifen“, informiert die Behörde. Für Gehölzrückschnitte erstreckt sich das zur Verfügung stehende Zeitfenster aufgrund von Setz- und Brutzeiten auf die vegetationsfreie Zeit zwischen Oktober und Februar. Darüber hinaus seien in dem Pflegeplan auch Bereiche definiert, in denen Gehölzaufwuchs, insbesondere im Bereich der Dammrückverlegungen, erwünscht ist.

Laut RP wurde in der Stadtstrecke zwischen Franz- und Rheinauer-Brücke zuletzt Mitte Oktober 2019 ein Rückschnitt der Gehölze vorgenommen. Das soll voraussichtlich noch in diesem Monat von einer Fachfirma mit Spezialgerät wiederholt werden.

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Erstellt:
10. November 2020, 11:11 Uhr
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