Hörden: Gesperrte Ortsdurchfahrt hält vom Shoppen ab

Gaggenau (vgk) – Erst Corona, dann Baustelle: Die junge Modeboutique „Afra“ legt in Hörden trotz Widrigkeiten einen guten Start hin.

Das Team von Afra freut sich auf die Freigabe der Ortsdurchfahrt: (von links) Mitarbeiterin Monika Dierenbach, Dieter Reichel und Yvonne McNab. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Das Team von Afra freut sich auf die Freigabe der Ortsdurchfahrt: (von links) Mitarbeiterin Monika Dierenbach, Dieter Reichel und Yvonne McNab. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Hörden ist ein Ort für modebewusste Frauen. Diesen Beweis traten vor gut zwei Jahren Yvonne McNab (Geschäftsführerin) und Dieter Reichel (Inhaber) mit „Afra“ an. Zwischenzeitlich hat sich der Laden mit Mode aus Italien oder Unikaten aus Indien zu einem Anziehungspunkt entwickelt. „Töchter kommen mit ihren Müttern hierher zum Shoppen oder umgekehrt“, erzählt die Geschäftsführerin.

Es sei Zufall gewesen, dass sie auf das Objekt in Hörden gestoßen sind. Zudem habe es nur wenige Sekunden gedauert, bis die Entscheidung gefallen war, sich mit der Modeboutique in der Landstraße 6a niederzulassen, erzählt Reichel im BT-Gespräch.

Die anfänglichen Befürchtungen, dass die Räumlichkeiten der ehemaligen Kfz-Werkstatt zu groß sein könnten, zerstreuten sich schnell. Ebenso habe man sich ganz bewusst dafür entschieden, den inspirierenden Werkstatt-Charakter beizubehalten, das Ambiente für die Präsentation der Kleider nutzbar zu machen. Auch die Parkplätze vor dem Haus werden von Reichel und McNab als Pluspunkt gewertet.

„Unsere Kunden waren nach der Wiedereröffnung sofort wieder da“

Für die beiden Karlsruher ist „Afra“, wie sie betonen, ihr Erstlingswerk. In Karlsruhe würde diese Art von Laden nicht funktionieren, deshalb habe man sich ganz bewusst für ein Ladengeschäft im ländlichen Raum interessiert, erläutern die Geschäftsleute. Nach einem Namen für das Einzelhandelsgeschäft wurde länger gefahndet. „Kurz und prägnant sollte der Geschäftsname sein“, blickt der Inhaber auf den Prozess zurück. Und so einigte man sich auf den in der Vergangenheit häufiger verwendeten Frauennamen Afra.

Die 175 Quadratmeter große Verkaufsfläche ist ein Refugium für alle, die verspielte, farbenfrohe und individuelle Mode, Einzelstücke aus natürlichen Materialien bis hin zu Seide lieben. Zwischen den Kleiderständern, Spiegeln und der gemütlichen Sofaecke eingestreut finden sich Vasen, kleinere Wohndekorationen oder Stühle. Zudem sind Schuhe, farblich passende Accessoires wie Ketten, Armbänder, Tücher und Hüte sowie Taschen Teil des Angebots. Das Allermeiste der Wohlfühlmode in den Größen 36 bis 56 kommt aus Italien. Die seidenen Unikate sind aus Indien.

Am 16. Dezember des vergangenen Jahres musste auch der Hördener Modetempel coronabedingt seine Pforten schließen. In der öffnungslosen Zeit entpuppte sich das Geschäft durch das Vorfinanzieren der Ware dann zum Zuschussbetrieb. Gleichwohl habe man die Schließung gut überstanden.

„Unsere Kunden waren nach der Wiedereröffnung sofort wieder da, als hätten sie diesem Moment entgegengefiebert“, freut sich die Geschäftsführerin. Als viel schlimmer für den Betrieb betrachtet McNab die noch andauernde Sperrung der Ortsdurchfahrt und der damit verbundenen Stilllegung der firmeneigenen Parkplätze. Die Kunden bleiben aus, so lange die Ortsdurchfahrt gesperrt ist, sagt die Geschäftsführerin. Jetzt hofft sie auf eine schnelle Öffnung der Landstraße. Kunden empfiehlt sie, während der Sperrung der Ortsdurchfahrt die Parkmöglichkeiten bei der Flößerhalle oder beim Supermarkt zu nutzen.

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Erstellt:
25. August 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
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