Hornisgrindeturm leuchtet rot

Seebach/Hornisgrinde (gat) – Mit der „Night of Light“ will die Veranstaltungsbranche auf ihre prekäre Lage aufmerksam machen. In Rot wird daher auch der Hornisgrindeturm in der Nacht zum Dienstag erstrahlen.

Hornisgrindeturm leuchtet rot

Der Hornisgrindeturm wird am Montag ab 22 Uhr im Rahmen der Aktion „Night of Light“ bei gutem Wetter in Rot erstrahlen. Foto: Gallinat

Kulturveranstalter und Veranstaltungswirtschaft leiden gewaltig unter der Corona-Pandemie, sie sind praktisch auf Null heruntergefahren. Um darauf aufmerksam zu machen, setzen sie am Montagabend, 22. Juni, mit der Aktion „Night of Lights“ ein unübersehbares Mahnmal. Spielstätten wie Theater, Philharmonien und andere Veranstaltungshäuser werden mit Rotlicht angestrahlt.In der Region wird bei gutem Wetter von 22 bis 1 Uhr der Hornisgrindeturm rot leuchten. Die Idee zur Anstrahlung des Hornisgrindeturms kam dem in Seebach ansässigen Marcel Albrecht, er ist Beleuchtungsmeister beim SWR. Im Gespräch mit Kollegen wurde der Entschluss gefasst, in den Spezialisten „Trendlight Showtechnik“ aus Achern und „Cassiopeia Veranstaltungstechnik“ aus Renchen wurden Partner gefunden, die sich dafür begeisterten und kostenfrei Know-How, Material und Personal für die Umsetzung der Aktion zur Verfügung stellen.

Zusammen haben sich Marcel Albrecht und die beiden Geschäftsführer Manuel Brommer und Martin Heuberger um die nötigen Genehmigungen und die technischen Details gekümmert. Sowohl das Landratsamt Ortenaukreis als auch das Regierungspräsidium Stuttgart sowie die Verantwortlichen des Südwestrundfunks gaben ideelle Unterstützung.

Einmaliges Schauspiel von Weitem zu sehen

Somit können die Menschen der Region am Montagabend von der Rheinebene aus zwischen Baden-Baden und Offenburg ein einmaliges Schauspiel erleben, wenn ab 22 Uhr der 200 Meter hohe Fernsehturm auf dem Rücken der Hornisgrinde in einem kräftigen Rot erstrahlen wird und auf die existenzgefährdende Lage der Veranstaltungswirtschaft und Kulturveranstalter aufmerksam macht.

Seit dem 10. März sind jegliche Großveranstaltungen wie Konzerte, Festivals, Theateraufführungen, Business-Events, Tagungen und Kongresse untersagt oder dürfen allenfalls unter sehr einschränkenden und strengen Hygiene-Vorschriften durchgeführt werden. Das hatte zur Folge, dass Veranstaltungen insgesamt zurzeit wirtschaftlich nicht mehr durchführbar sind. Auch der SWR ist betroffen, er produziert derzeit durchweg unter Ausschluss des Studio-Publikums. Der Schulterschluss unter den Betroffenen ist groß. Mehr als 3500 Kulturstätten, öffentliche Gebäude und auch Firmen werden in der Nacht des 22. Juni in Rot erstrahlen, um auf die massiven Probleme eines kompletten Wirtschaftszweigs aufmerksam zu machen.

Nähere Informationen zu der Aktion finden sich im Internet.

www.night-of-light.de