Horrorfans kreischen im Labyrinth der Schattenwelt

Durmersheim (manu) – In seiner fünften „Halloween Horror Night Durmersheim“ hat Marcel Lang mit dem Gruselspektakel „Das Labyrinth der Schattenwelt“ zahlreiche Neugierige angelockt.

Fernab der Blicke von der Straße bevölkern Dämonen das Spukhaus, das Kinder nur von außen bestaunen können. Das Labyrinth lockt Besucher ab 16. Foto: Manuela Behrendt

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Fernab der Blicke von der Straße bevölkern Dämonen das Spukhaus, das Kinder nur von außen bestaunen können. Das Labyrinth lockt Besucher ab 16. Foto: Manuela Behrendt

Nach aufwendiger Vorbereitung ist Marcel Lang am Sonntag mit seinem Gruselspektakel „Das Labyrinth der Schattenwelt“ in die Vollen gegangen. Jahr für Jahr baut er mit Helfern auf seinem Grundstück eine Gruselkulisse auf und jagt Besuchern Schrecken ein. In der fünften Ausgabe seiner „Halloween Horror Night Durmersheim“ schuf er im Tandem mit einem „Haunted House“ eine veritable Freizeitparkatmosphäre. Die Publikumsresonanz war überwältigend.
Das im vorigen Jahr nur von außen zu bestaunende, familientaugliche Monsterhaus war bei Kindern derart gut angekommen, dass Lang erneut hinter den Fenstern seines Anwesens tanzende Skelette in die Nacht grinsen ließ. Einen Totenschädel auf dem Dach, die Riesenspinne an der Fassade, singende Gespenster und ein Grabfeld in Langs Vorgarten hielten die begeisterten Gäste allen Alters im Bild fest.

Paralleluniversum für Besucher ab 16 Jahren

Auf Besucher ab 16 Jahren wartete indes pure Paranoia in einem Paralleluniversum fern der Blicke von der Straße. Vom Spielplatz in der Römerstraße bis zu Langs Adresse in der Wilhelmstraße hatte sich eine beachtliche Warteschlange bis zur Rezeption gebildet. Diese stand vor Langs Garage, wo für Fans aufwühlender Albträume das „Labyrinth der Schattenwelt“ mit 3G-Nachweis und Mund-Nase-Bedeckung begann.

In einem auf 60 Quadratmetern angelegten, klaustrophobisch engen, verwinkelten Irrweg hatten Kakerlaken und Spinnen ihr Domizil. Unheimliche Geräusche drangen beim Durchschleichen der Gänge ans Ohr, ebenso das erschrockene Kreischen der Gäste.

Im Labyrinth war Vorsicht geboten. Da konnte man in einen „Schlachthof“ geraten, wo „Körperteile“ herumlagen, oder unter einer Guillotine landen und den Kopf verlieren. Herrliches Horrorfilmambiente für Liebhaber dieses Genres. Projektionseffekte sorgten für zusätzliche Schockmomente. Hinter Türen und Netzen jedoch lauerten „echte“, blutdürstige Dämonen, heraufbeschworen aus der Unterwelt von Voodoo-Hexen. Eine wackere Schattenjägerin stellte sich am von Efeu bewachsenen Höllenportal in Langs Garten den Schreckensgestalten, erlegte manches Monster.

Detailliert ausgetüfteltes Gruselvergnügen

Rund 40 Mitwirkende aus dem Freundeskreis hatte Marcel Lang dieses Mal am Start. Mit ihnen deckte er die Bereiche Schauspielerei, Security, Straßenüberwachung, Hygienekonzept, Technik und Backstage-Catering ab.

„Der 36-Jährige mit dem Spitznamen „Crazy“ scheut jedes Jahr für den Halloweenabend keine Kosten, um für das aus den USA stammende Brauchtum ein bis auf die letzte Feinheit ausgetüfteltes Gruselvergnügen zu orchestrieren. Kostenlos für die Besucher, denn: „Ich habe einfach Spaß daran, wenn die Leute bei meiner Veranstaltung Spaß haben“.

Für die „Halloween Horror Night Durmersheim“ agiert Lang als Skriptautor, Regisseur, Bühnenbauer und Detailausstatter. „Viele Ideen entstehen spontan, während wir aufbauen“. Unverzichtbar sei für ihn seine Frau Julia während der vierwöchigen Vorbereitungszeit. Sie hält „Crazy“ für seine Halloween-Leidenschaft vollkommen den Rücken frei, wie er betont.

Als „Dreischichtler“ im Hauptberuf als Industriemechaniker ist es Lang wichtig, „die Betreuung unserer zwei Töchter auf Augenhöhe mit Julia zu teilen“. Dabei bleiben beiden Ehepartnern Freiheiten für eigene Interessen. Bei Halloween jedoch sei es ein wertvolles Geschenk, wenn seine Frau ihm allen Raum lässt, voll und ganz in seiner Passion aufzugehen.

Viel Technik für das Horror-Haus

Eine kleine Technik- und Materialschlacht macht die „Halloween Horror Night Durmersheim“ möglich. Für die diesjährige Veranstaltung wurden benötigt: 13 Endgeräte (TV, Monitore, Beamer), neun Computer, fünf Lichtorgeln für Flackerscheineffekte, 30 Liter Nebelfluid, 80 Liter Wasser, jede Menge Kabel: 460 Meter für Lichtsteuerung, 500 Meter für Strom, 80 Meter für Starkstrom, 1.100 Meter Video, 180 Meter HDMI. Des Weiteren: Fliegengitter für Hologrammprojektionen, zahlreiche Holzbalken, Europaletten, Latten-, Bretter-, Blech- und Schrankrückwände, Planen, Zaunelemente, mehr als 5.000 Schrauben, 500 Winkel, Flachverbinder, Anstreichfarben sowie zahllose Deko-Elemente aus einem üppigen Fundus.

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Erstellt:
1. November 2021, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 47sec

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