Hürden für DJK-Haus aus dem Weg geräumt

Au am Rhein (HH) – Für den Neubau des DJK-Vereinsheims mit Gymnastikhalle und Jugendhaus der Gemeinde muss erneut der Bebauungsplan geändert werden: Das Projekt war in einem Grünzug geplant.

Hinter dem Skaterplatz im Freizeitareal am Blaisen sollen das neue Domizil der DJK und der Jugendtreff der Gemeinde Au am Rhein gebaut werden. Foto: Helmut Heck

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Hinter dem Skaterplatz im Freizeitareal am Blaisen sollen das neue Domizil der DJK und der Jugendtreff der Gemeinde Au am Rhein gebaut werden. Foto: Helmut Heck

Nächsten Monat soll die Änderung des Bebauungsplans „Blaisen“ abgeschlossen werden. Diese Absicht äußerte Bürgermeisterin Veronika Laukart in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Planänderung ist erforderlich für den Neubau des DJK-Vereinsheims mit Gymnastikhalle und Jugendhaus der Gemeinde, die als zusammenhängendes Gebäude neben dem Skaterplatz am Blaisen entstehen sollen (wir berichteten).

Bevor der geänderte Bebauungsplan Gültigkeit erlangen kann, muss er noch einmal eine Anhörungsrunde drehen – so das Resultat der ersten Offenlage, um die es in der Ratssitzung ging.

Stellplätze nur auf versiegelten Flächen

Es waren rund 20 Reaktionen von Behörden und Trägern öffentlicher Belange eingegangen, größtenteils ohne Einwände. Private Stellungnahme wurde keine gemeldet. Gewisse Bedeutung hatte die Empfehlung des Landratsamtes, Stellplätze nur auf bereits versiegelten Flächen auszuweisen. In der Abwägung wurde dieser Wunsch zurückgewiesen. Die an der Skateranlage schon existierenden beziehungsweise noch vorgesehenen Parkplätze wurden als ausreichend bewertet. Außerdem riet das Landratsamt, bauliche Vorsorge für das Risiko eines Extremhochwassers zu treffen, das laut Gefahrenkarte in dem Bereich drohen könnte.

Hinweise des Regierungspräsidiums (RP) und des Regionalverbands (RV) machten eine Korrektur des ursprünglichen Bebauungsplanentwurfs notwendig, was der Grund für die erneute Offenlage ist. Die Behörden hatten festgestellt, dass die Landschaft im Regionalplan als Grünzug ausgewiesen ist, was eine Bebauung normalerweise ausschließt.

Baufläche wird ausgegliedert

Eine Mitarbeiterin des von der Gemeinde beauftragten Planungsbüros erklärte, in Gesprächen mit RP und RV sei man übereingekommen, die Baufläche für das Gebäude auszugliedern, so dass dem Neubau nichts mehr im Weg stehe. Zur Erinnerung: Auslöser des DJK-Vorhabens war zumindest indirekt das RP. Für die Ertüchtigung des Hochwasserdamms hatte sich die Behörde erfolgreich um den Abriss des alten Domizils bemüht. Erst dadurch kam es zu den Neubauplänen.

Martin Kimmig (CDU) merkte an, dass das Vereinsheim wegen des Lärmschutzes naher Wohngebiete sowieso nach hinten an den Rand des Grünzugs gerückt worden sei. Ein Grund sei auch gewesen, ergänzte die Bürgermeisterin, vorne Fläche für sportliche Familienaktivitäten freizuhalten. Hans Weßbecher (FWG) wies darauf hin, dass außerhalb der Baufläche nichts erlaubt sei, was höher als einen Meter wäre, was eine Einschränkung bedeute.

Der Gemeinderat war mit der Planänderung einverstanden und gab sie zur abermaligen Offenlage frei, die vom 8. bis 22. März erfolgen soll. Die Bürgermeisterin kündigte an, dass eine Ratssitzung am 29. März eingeschoben werden müsste, sollte der endgültige Planbeschluss tatsächlich im März erfolgen.

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Erstellt:
25. Februar 2021, 12:30 Uhr
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