Hunderte Oldtimer beim Meeting in Baden-Baden erwartet

Baden-Baden (sre) – Die Zeichen stehen gut: Aller Voraussicht nach darf das Internationale Oldtimer-Meeting in Baden-Baden in diesem Jahr wieder stattfinden.

Raritäten wie dieser American la France Speedster von 1917 sorgten in früheren Jahren für Begeisterung. Foto: Veranstalter

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Raritäten wie dieser American la France Speedster von 1917 sorgten in früheren Jahren für Begeisterung. Foto: Veranstalter

Es soll das erste Großereignis in der Kurstadt nach dem Ende des Lockdowns werden: Nachdem das Internationale Oldtimer-Meeting 2020 coronabedingt ausfallen musste, ist Veranstalter Marc Culas zuversichtlich, dass es in diesem Jahr klappt. Mitte Juli will er den Besuchern im Kurpark und in der Kaiserallee Hunderte Oldtimer präsentieren.

„Die Menschen sind hungrig, sie wollen etwas erleben“, fasst Culas die Stimmung zusammen: „Wir werden überschüttet von Anfragen, was die Teilnahme angeht.“ Derzeit gingen beim Organisatoren-Team mehr als 50 Anrufe täglich ein, bis zum Anmeldeschluss rechnet er mit mehr als 500 Anfragen von Oldtimer-Liebhabern.

Dann geht es an die schwierige Auswahl, wer vom 16. bis 18. Juli sein automobiles Schmuckstück präsentieren darf. Ziel sei es stets, eine möglichst große Vielfalt an Marken und Modellen zu bieten, erläutert Culas: Auch diesmal wolle man 80 verschiedene Marken zeigen, bei insgesamt mehr als 300 Autos. Eine klassische Ehrenmarke wird es 2021 nicht geben: Laut Culas war man mit AMG und mit Citroën DS im Kontakt, aber diese hätten eine längere Vorlaufzeit gebraucht, um sich zu präsentieren. Und da lange komplett offen war, ob die Ausstellung stattfinden darf, war das nicht möglich.

Ausgefeiltes Hygienekonzept

Culas kommt dieser Umstand aber gar nicht ungelegen: „Wir brauchen den Platz für die Oldtimer.“ Schließlich müssten diese etwas luftiger gestellt werden als normalerweise. Das ist nur ein Baustein eines ausgefeilten Hygienekonzepts, wie der Veranstalter durchblicken lässt. Noch gebe es keine endgültige Genehmigung für das Meeting, aber es sehe gut aus.

„Wir werden genügend Besucher haben dürfen“, ist Culas zudem überzeugt. Das Traditionsereignis sei nicht als Veranstaltung, sondern als Ausstellung einzustufen. Deshalb gebe es keine Vorgabe für eine maximale Besucherzahl. Vielmehr durfte zuletzt eine Person pro zehn Quadratmeter verfügbarer Fläche eingelassen werden. In Anbetracht des zur Verfügung stehenden Areals kommt Culas so auf 1.650 Nicht-Geimpfte, die gleichzeitig die Ausstellung ansehen dürften. Vollständig Geimpfte kämen obendrauf, ebenso wie die Aussteller, die nicht mitzählen. Bliebe es bei einer Inzidenz von unter 35, wäre sogar eine nicht-geimpfte Person pro sieben Quadratmeter Fläche erlaubt.

Auch eine mögliche Testpflicht hängt von der Inzidenz ab: „Stand heute würde sie für Aktivitäten im Freien wegfallen“, sagt Culas. Sollte die Inzidenz wieder über 35 steigen, wolle man Schnellteststationen an den Eingängen anbieten.

Kreative Ideen gefragt

Da nur eine Ausstellung, nicht aber eine Veranstaltung mit so vielen Besuchern zulässig ist, kann das Rahmenprogramm in der klassischen Form mit Jazz-Konzert und Modenschau nicht stattfinden. „Da werden wir kreativ sein“, verspricht Culas aber: So dürfe man die Ausstellungsstücke, also die Oldtimer, durchaus bewegen – und in ihnen Models mit Hüten über das Gelände fahren lassen. Nach der Fusion von BT und BNN wird sich darüber hinaus nicht nur die BNN, die seit Jahren Medienpartner des Meetings ist, im Kurpark präsentieren: Das BT wird ebenfalls mit einem eigenen Stand vertreten sein.

Das Oldtimer-Meeting gehöre zum Flair Baden-Badens, betont Oberbürgermeisterin Margret Mergen. Nun liege es an jedem Einzelnen, dazu beizutragen, „dass die Corona-Zahlen weiter so günstig in unserer Stadt bleiben, damit Ausstellungen wie das Meeting stattfinden können“.

Veranstalter Culas freut sich jedenfalls schon darauf, zahlreiche Raritäten zu präsentieren. Das älteste Fahrzeug werde wohl von 1897 stammen, „im Grunde eine Kutsche mit Motor“, das neueste Modell werde ein Rolls-Royce von 1980 sein. Dazwischen liegen jede Menge Besonderheiten. Ein großer, prestigeträchtiger Lagonda V12 spezial von 1938 werde ebenso gezeigt wie ein kleiner Heinkel-Kabinenroller. Genau diese Vielfalt mache den Charme des Meetings aus: „Wer die gleiche Leidenschaft teilt, spricht die gleiche Sprache“, ist Culas überzeugt. Da spiele die Marke ebenso wenig eine Rolle wie die dafür erforderliche Brieftasche. Am Ende stünden die Fahrzeuge Kotflügel an Kotflügel – jedes Einzelne ein Hingucker.

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Erstellt:
11. Juni 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 56sec

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