Iffezheim stellt flächendeckend auf LED um

Iffezheim (mag) – Die Gemeinde Iffezheim investiert kräftig in die Straßenbeleuchtung. In den kommenden vier Jahren soll in allen Ortsgebieten auf LED umgestellt werden.

In Iffezheim sollen innerhalb von vier Jahren alle alten Leuchtmittel entfernt und auf LED umgerüstet werden. Symbolfoto: Bernhard Margull

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In Iffezheim sollen innerhalb von vier Jahren alle alten Leuchtmittel entfernt und auf LED umgerüstet werden. Symbolfoto: Bernhard Margull

Insgesamt 642.000 Euro wird die Renngemeinde in die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung investieren. In allen Ortsgebieten sollen die alten Leuchtmittel gegen LED ausgetauscht. Eine Ausnahme bildet das Neubaugebiet „Nördlich der Hauptstraße“, wo bereits LED-Leuchten installiert sind.

Wie Bauamtsleiterin Franziska Kraft mitteilte, sei die Höhe der Kosten für die Umstellung darin begründet, dass nicht einfach die Leuchtmittel ausgetauscht werden könnten. Da es sich bei den LED-Leuchten um eine komplett andere Technik handle, müsse die komplette Elektronik ebenfalls erneuert werden, sprich ein neuer Lampenkopf samt Verkabelung auf die Masten gesetzt werden. Aktuell sei die Elektronik der Kostentreiber, so die Bauamtsleiterin. Mit der Umstellung werde die Gemeinde 154.000 Kilowattstunden jährlich einsparen, was aktuell 46.000 Euro pro Jahr entspräche, ging aus der Sitzungsunterlage hervor.

Längere Projektdauer wegen Personalengpässen und hoher Kosten

Aufgrund von Personalengpässen bei den ausführenden Stadtwerken Baden-Baden und den hohen Kosten wird die Maßnahme auf vier Jahre gestreckt. Dadurch kommt die Gemeinde nicht mehr zur Gänze in den Genuss der Sonderförderung von 35 Prozent der Kosten, welche für Maßnahmen bis Ende 2022 vom Bund bereitgestellt wird. Kämmerer Stephan Sax erläuterte auf Nachfrage von Martin Schäfer (FWG), dass er für die Folgejahre mit dem Regelfördersatz von 25 Prozent rechne.

Neben den Einsparungen bei den Energiekosten, bringe die Umstellung auf LED auch eine deutliche Reduzierung der Unterhaltungskosten mit sich, berichte Franziska Kraft.

Bertold Leuchtner (CDU) rechnete vor, dass sich die Investition in acht bis zehn Jahren amortisiert hätte und forderte, zunächst die günstigsten Leuchten umzustellen, um schnell große Einsparungen zu erreichen. Harald Schäfer (SPD) war erstaunt, dass die im Zuge der Ortskernsanierung I aufgestellten Leuchten ebenfalls ausgetauscht werden müssen. Ortsbaumeister Willy Laible erinnerte aus den damaligen Sitzungen des Bauausschusses, dass seinerzeit auf eine LED-Bestückung verzichtet wurde, da diese unverhältnismäßig teurer gewesen wäre.

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Matthias Greß

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Erstellt:
29. September 2021, 13:15 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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