Illegal entsorgter Müll in Bühl gefunden

Bühl (ans) – Gegenüber dem Bühler Stadion hat sich vergangene Woche ein unappetitlicher Anblick geboten: Aus blauen Säcken ist der Müll hervorgequollen, Kartons waren achtlos hingeworfen worden und alte Fahrradreifen haben sich neben dem Altkleidercontainer in der Ludwig-Jahn-Straße gestapelt.

BT-Leser Erich Essig macht auf die Müllablagerung in der Nähe des Ludwig-Jahn-Stadions aufmerksam.  Foto: Erich Essig

BT-Leser Erich Essig macht auf die Müllablagerung in der Nähe des Ludwig-Jahn-Stadions aufmerksam. Foto: Erich Essig

Gegenüber dem Bühler Ludwig-Jahn-Stadion hat sich vergangene Woche ein unappetitlicher Anblick geboten: Aus blauen Säcken ist der Müll hervorgequollen, Kartons waren achtlos hingeworfen und alte Fahrradreifen haben sich neben dem Altkleidercontainer in der Ludwig-Jahn-Straße gestapelt. Diesen unansehnlichen Fund hat BT-Leser Erich Essig gemacht. Laut Essig sei es an dieser Stelle nicht das erste Mal zu illegaler Müllentsorgung gekommen.

Seit der Corona-Pandemie häuft sich illegal hinterlassener Müll bei den Altkleidercontainern im Raum Bühl, bestätigt Jörg Huber von der städtischen Abteilung für Abfallwirtschaft. Vor der Krise sei dies deutlich seltener der Fall gewesen.

Neu ist das Phänomen „wilder Müll“ allerdings nicht. Das legen Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern über wild entsorgten Müll nah, die laut Wolfgang Schuchter, Abteilungsleiter Tiefbau, Bauhof und Grünflächen, zwei bis dreimal pro Woche bei der Stadt Bühl eingehen.

Mitarbeiter suchen nach Hinweisen

Entsorgt wird wirklich alles, was der Haushalt so hergibt und defekt ist oder nicht mehr benötigt wird: Kühlschränke, Altmöbel, Farbeimer, Autoreifen, Batterien und Altöl. Besonders populäre Orte für diese Art der Müllentsorgung sind Friedhöfe und Altkleider-Container. Insbesondere ist der Bühler Stadtfriedhof betroffen, sagt Schuchter. „Meldungen über wilde Müllablagerungen gehen nicht nur bei uns, sondern auch direkt beim Bauhof ein“, so Huber. Die Abfallwirtschaft leitet nur dann ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein, wenn der Verursacher bekannt ist. Diesem werden die Kosten für die Entsorgung dann in Rechnung gestellt.

Für die Stadtreinigung und somit die Beseitigung des wilden Mülls ist der Tiefbau mit dem Bauhof verantwortlich. Auf den Fahrten des Bauhofs überprüfen Mitarbeiter Grünflächen und öffentliche Plätze auf Abfälle und suchen nach Hinweisen, die helfen, die Müllsünder zu identifizieren.

Um die unschönen Hinterlassenschaften zu beseitigen, sind jede Woche ein bis zwei Mitarbeiter stundenweise im Einsatz. Diese nehmen den Schaden vor Ort in Augenschein und informieren die Polizei. Das Reinigungspersonal des Bauhofs entsorgt die Funde anschließend fachgerecht. „Seit der Wertstoffhof in Vimbuch wieder geöffnet hat, hat sich die Situation stabilisiert“, erzählt Schuchter.

Termine für Sperrmüll aktuell ausgebucht

Für die öffentliche Abfallentsorgung hingegen, zu der auch der Sperrmüll gehört, ist die Abfallwirtschaft zuständig. Normalerweise genügt ein Anruf bei der Stadt Bühl, um zeitnah einen Abholtermin zu beantragen. Aktuell ist der sogenannte Sperrmüll auf Abruf laut Jörg Huber aber jede Woche ausgebucht. Derzeit gibt es eine ungewöhnlich lange Wartezeit von ungefähr zwei Wochen, bis der Sperrmüll abgeholt werden kann. Bühler müssen sich also in Geduld üben, wenn sie sich auf diese Weise von altem Hausrat trennen wollen.

Zweimal im Jahr macht das Schadstoffmobil des Landkreises Rastatt Halt auf dem Parkplatz der Gewerbeschule Bühl. Dort können Problemstoffe wie Akkus, Batterien, noch flüssige Dispersionsfarben, lösemittelhaltige Farben, Lacke, Leuchtstoffröhren, Pflanzenschutzmittel und Spraydosen vorbeigebracht werden. Grünschnitt kann bei der Kompostanlage Vimbuch abgeladen werden.

Doch es gibt auch eine alternative Entsorgungsoption für nicht mehr benötigten Hausrat: Beispielsweise stellt Verschenken und Tauschen eine Möglichkeit dar, um anderen mit Gebrauchtem eine Freude zu machen und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun. Die Stadt Bühl verweist in diesem Sinne auf ihrer Webseite auf den Verschenk- und Tauschmarkt des Abfallbetriebs des Landkreises Rastatt. Dort verschenken und tauschen Nutzer allerlei Nützliches für Heim und Hof.


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