Im Baden-Badener Aumatt-Gebiet laufen die Vorbereitungen

Baden-Baden (nof) – Ein Wohnhaus, eine ehemalige Schule, ein Lager und ein Büro sind bereis abgerissen: Investor Martin Dietrich hofft für das „Urbanes Gebiet Aumatt“ auf Baugenehmigung bis Herbst.

Auf diesem Areal an der Aumattstraße soll der neue Dienstleistungsbereich entstehen. Foto: Nico Fricke

© nof

Auf diesem Areal an der Aumattstraße soll der neue Dienstleistungsbereich entstehen. Foto: Nico Fricke

Die Bagger haben in der Aumattstraße in den zurückliegenden Wochen ganze Arbeit geleistet: Mehrere Gebäude wurden abgebrochen – als Vorbereitung für das Großprojekt „Urbanes Gebiet Aumatt“, dem der Gemeinderat im März grünes Licht gegeben hatte.
„Der Abbruch hat gut geklappt, Überraschungen gab es nicht“, sagt Investor Martin Dietrich auf BT-Nachfrage. „Ein ehemaliges Schul-, ein Wohnhaus, unser Lager und unser Büro wurden abgerissen, um die Fläche frei zu machen. Die Abbruchgenehmigung hatte ich ja.“ Nun hofft er, bald die Genehmigung für den Bauantrag für das geplante Projekt zu erhalten. „Das Verfahren läuft noch“, heißt es dazu aus der Stadtpressestelle.

Dietrich würde sich wünschen, bis im Herbst den Roten Punkt anbringen und dann mit den Arbeiten beginnen zu können. „Baustart soll nach dem langen Hin und Her möglichst noch in diesem Jahr sein.“ Die Vorbereitungen seien abgeschlossen, weitere Abrissarbeiten stünden nicht an, „nur der Schutt muss noch abtransportiert werden. Die Fläche ist nun eingeebnet.“ Änderungen gegenüber den im März vorgestellten Planungen gebe es nicht: „Da gibt es ja keine Spielräume.“

Der Schutt muss noch abgetragen werden, damit mit dem Neubau begonnen werden kann. Foto: Nico Fricke

© nof

Der Schutt muss noch abgetragen werden, damit mit dem Neubau begonnen werden kann. Foto: Nico Fricke

Entstehen soll im Bereich der Aumattstraße ein neuer Dienstleistungsbereich. Die Planungen hatten in der Vergangenheit für einigen Zündstoff gesorgt. Nach langem Ringen um eine Entwicklung des Aumattbereichs als Stadtquartier hat der Gemeinderat dann im Mai 2020 mit recht großer Mehrheit die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens beschlossen und den Planentwurf öffentlich ausgelegt. Der ursprüngliche Plan war dahingehend verändert worden, dass statt eines reinen Gewerbegebietskonzepts für das Gebiet zwischen Oosaue und Aumattstraße noch ein 40-prozentiger Wohnungsanteil bei der Neubebauung vorgesehen wurde. Im März dieses Jahres hat der Gemeinderat dem Städtebaulichen Vertrag mit dem Vorhabenträger und dem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan zugestimmt. Am vergangenen Samstag ist der Bebauungsplan per öffentlicher Bekanntmachung in Kraft getreten.

Noch keine konkreten Mieter

Konkrete Mieter für die entstehenden Büro-Flächen in mehreren Baukörpern gibt es laut Martin Dietrich noch nicht. Dafür sei es noch zu früh. „Das kommt noch.“

Das Projekt selbst sorgt für Verärgerung bei den Anwohnern. Der Ton zwischen der Bürgerinitiative (BI) Oosscheuern und der Kommunalpolitik im Streit um das geplante „Urbane Gebiet Aumatt“ hatte im März an Schärfe gewonnen. Die CDU-Gemeinderatsfraktion wehrte sich damals gegen den Vorwurf einer „Gefälligkeitsplanung“.

Neben den neuen Gebäuden soll auch eine Verbindung zur Oosaue hergestellt werden, die zu einem Erholungsort entwickelt werden soll. Dazu ist auch der Bau einer neuen Brücke über die Oos geplant.

Zum Artikel

Erstellt:
29. Juni 2021, 11:08 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.