Im Dienst des Umweltschutzes in Baden-Baden

Baden-Baden (vr) – Die Stadt Baden-Baden hat Ehrenamtliche rund um den Naturschutz gewürdigt. Dabei wurden ein neuer Naturschutzbeauftragter und neue Hornissenberater vorgestellt.

Bürgermeister Roland Kaiser (Zweiter von rechts) mit Frank Pätzold, Anton Hammer, Wolfgang Reinhard, Michael Baumer und Martin Ebner (von links). Foto: Veruschka Rechel

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Bürgermeister Roland Kaiser (Zweiter von rechts) mit Frank Pätzold, Anton Hammer, Wolfgang Reinhard, Michael Baumer und Martin Ebner (von links). Foto: Veruschka Rechel

Sich aktiv für den Naturschutz in der Region einzusetzen und die sogenannte untere Naturschutzbehörde bei ihrer Arbeit zu unterstützen, ist die Aufgabe der ehrenamtlichen Naturschützer. In deren Team gibt es einige Veränderungen.
Am Dienstagabend wurden die beiden bisherigen Baden-Badener Naturschutzbeauftragten Dr. Anton Hammer und Wolfgang Reinhard im Namen des baden württembergischen Ministers für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft von Bürgermeister Roland Kaiser für ihren 30 beziehungsweise 20 Jahre langen Einsatz geehrt. Hammer wurde zusätzlich offiziell aus dem Ehrenamt verabschiedet. „Ich habe gedacht, mit 78 Jahren ist es Zeit zu gehen, bevor jemand sagt, ,was will der alte Trottel denn noch‘“, frotzelte er.

Der ehemalige Leiter des städtischen Forstamtes war bekannt für seine Hartnäckigkeit, wenn es um den Erhalt der Natur und ihrer Arten ging. Dafür trat er der Obrigkeit auch so manches Mal auf die Füße. Sein Mitstreiter Wolfgang Reinhard kann ein Lied davon singen. Ihm gebührte Dank für 20 Jahre Beharrlichkeit im Ehrenamt, die er auch weiterhin beweisen möchte.

Im selben Zug wurde Hammers Nachfolger, Frank Pätzold, vorgestellt. Als Diplom-Biologe in den Fachrichtungen Geobotanik, Limnologie (Tierökologie) und Bodenkunde sei er prädestiniert, die großen Fußstapfen seines Vorgängers als Naturschutzbeauftragter auszufüllen, zeigte sich Bürgermeister Roland Kaiser überzeugt.

Hornissenberater-Team erweitert

Neu sind ebenso zwei Hornissenberater, die das bisherige, dreiköpfige Team erweitern: Michael Baumer und Martin Ebner. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Bürger in Sachen Hornissen, die sich zum Beispiel im heimischen Garten oder im Haus einfinden, zu informieren.

Wie wird man Hornissenberater? „Als Hobby-Imker hatte ich schon immer einen Bezug zu Insekten und keine Angst davor“, erklärt Martin Ebner. Michael Baumer dagegen hatte immer viele dieser friedlichen Brummer zu Hause und fand sie einfach faszinierend. „Ich habe meiner Nachbarin versprochen, das erste Hornissennest, das ich umsiedeln muss, bekommt sie für ihren Garten. Dann gibt’s keine Probleme mehr mit Wespen“, erzählt er. Ein Bezug zu Insekten muss für dieses besondere Amt demnach vorhanden sein. Dazu kommt ein Wochenendseminar an der Akademie für Natur und Umweltschutz Baden-Württemberg in Stuttgart, und fertig ist der Hornissenberater. Alle ehrenamtlichen Naturschützer sind dem Fachgebiet Umwelt und Arbeitsschutz der Stadt zugeordnet.

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Erstellt:
17. Juni 2021, 13:30 Uhr
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