Im Mai soll der neue Rasen bespielt werden

Gaggenau (ko) – In diesem Jahr feiert die Sportvereinigung Ottenau „100 Jahre Fußball in Ottenau“. Damit verbunden sind Erweiterung und Realisierung eines zweiten Sportplatzes im Murgstadion.

Den Fortschritt im Blick: Architekt- und Bauleiter Carlo Lehmann, 2. Vorsitzender Friedrich Gaß und 1. Vorsitzender Manfred Striebich (von links) nehmen den Fortschritt der Arbeiten in Augenschein. Foto: Joachim Kocher

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Den Fortschritt im Blick: Architekt- und Bauleiter Carlo Lehmann, 2. Vorsitzender Friedrich Gaß und 1. Vorsitzender Manfred Striebich (von links) nehmen den Fortschritt der Arbeiten in Augenschein. Foto: Joachim Kocher

Nach rund zweieinhalb Monaten ziehen Vereinsführung sowie Architekt und Bauleiter Carlo Lehmann eine erste Bilanz über die bisherigen Arbeiten.

Ende Oktober des vergangenen Jahres fand der erste Spatenstich zur Sportplatzerweiterung des Murgstadions in Ottenau statt. Beim Besuch der Baustelle werden die Ausmaße des Projekts deutlich, das mit rund 860.000 Euro veranschlagt ist. Unter anderem müssen im Zuge der Bauarbeiten Tausende von Kubikmetern Erde bewegt werden. Die Mitglieder sind hoch motiviert, freut sich der 1. Vorsitzende Manfred Striebich. Zur Durchführung der Arbeiten stehen Bauleiter Lehmann unter anderem Bernd Wittur und Markus Plank als Vereinsbauleiter sowie Mathias Fritz als Projektleiter zur Seite. Zur Umsetzung hat die Sportvereinigung Ottenau auch eine Strategiegruppe eingesetzt, die alle 14 Tage tagt und die nächsten Schritte beschließt.

Wie Architekt Lehmann erläutert, handelt es sich bei dem Bauvorhaben um zwei Projekte: den Neubau des Kunstrasenplatzes sowie die Verschiebung und den teilweisen Neubau des Rasenplatzes. Der vorhandene Rasenplatz wird dabei um rund 30 Meter in Richtung Vereinsheim verlegt.

Im Zuge der Arbeiten erhält der Rasenplatz auch eine neue Berieselungsanlage, außerdem wird die Flutlichtanlage auf LED umgestellt. Neuorganisiert wird auch die Entwässerung, was mit einem erheblichen Zeit- und Kostenaufwand verbunden ist. Aktuell werden Winkelstützwände auf allen Seiten des Sportplatzes angebracht. Insgesamt handelt es sich um 300 Wände in der Größe von eineinhalb mal einem Meter.

Mitglieder werden zu Baggerfahrern

Das Murgstadion befindet sich in einem potenziellen HQ-100-Gebiet. Das heißt, dass Vorkehrungen für ein hundertjährliches Hochwasser zu treffen sind.

Somit sind sehr hohe Anforderungen bei der Planung und Umsetzung des Bauvorhabens zu berücksichtigen, führt Carlo Lehmann aus, der in der Vergangenheit schon unzählige Sportplatzprojekte auf den Weg gebracht hat.

Vorsitzender Manfred Striebich hebt hervor, dass alle Bauarbeiten, bis auf den Aufbau des Kunstrasenplatzes, durch ehrenamtliche Mitglieder der Sportvereinigung Ottenau unter der Leitung von Carlo Lehmann geleistet werden. Vier Mitglieder des Vereins, berichtet Lehmann, wurden für das Bauvorhaben speziell zu Maschinisten ausgebildet und fahren Bagger, Radlader und Lkw. Diese werden der Sportvereinigung Ottenau vom örtlichen Bauunternehmen Bilger zur Verfügung gestellt: „Dadurch sind wir flexibel“.

Murgstadion Ottenau: Aktuell werden 300 Winkelstützwände aufgestellt. Foto: Joachim Kocher

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Murgstadion Ottenau: Aktuell werden 300 Winkelstützwände aufgestellt. Foto: Joachim Kocher

Gearbeitet wird zweimal in der Woche, freitagnachmittags und samstags. Zumeist sind zwischen 30 und 35 Helfer in verschiedenen Kolonnen im Einsatz. Bis zur Fertigstellung rechnet Carlo Lehmann mit 10.000 bis 15.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden der SVO- Mitglieder.

„Wir denken immer ans Sparen“

„Zwischen den Jahren verloren wir aufgrund der schlechten Witterung acht Arbeitstage, was für uns aufgrund einer Zweitagewoche vier Wochen Verzug bedeutet“, gibt der Architekt zu bedenken. Doch bis Ende Juni wolle man die Tiefbauarbeiten im Bereich des künftigen Kunstrasenplatzes abgeschlossen haben.

Die weiteren Arbeiten werde dann eine Fachfirma übernehmen: „Das Rasenspielfeld wird nach unseren Planungen bis Ende März fertiggestellt sein.“ Die letzten beiden Verbandsspiele im Mai könnten somit auf dem Rasenspielfeld im Murgstadion ausgerichtet werden.

„Der Zeitplan muss eingehalten werden“, bekräftigt der Bauleiter. Denn die Helfer werden im Juli anderweitig für die Vorbereitungen des Jubiläums eingebunden sein. Dieses soll vom 22. bis einschließlich 25. Juli im Murgstadion geiert werden.

Ein Thema für den Vorsitzenden Manfred Striebich und Bauleiter Carlo Lehmann sind auch die gestiegenen Materialkosten. Um Kosten zu sparen, kommen alle Materialien, die wieder verwendet werden können, auch wieder zum Einsatz. „Und dies konsequent“, wie der Bauleiter an verschiedenen Beispielen auf der Baustelle verdeutlicht: „Wir denken immer ans Sparen.“

Weiterer Bericht zum Thema.

Ihr Autor

Joachim Kocher

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Erstellt:
17. Januar 2022, 20:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 44sec

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