Impfaktion in Gaggenau ein voller Erfolg

Gaggenau (refra) – Über einen vollen Erfolg freuten sich die Organisatoren der Gaggenauer Impfaktion. 500 Menschen unterschiedlichen Alters konnten mit einer Astrazeneca-Erstimpfung versorgt werden.

Die Gaggenauerin Gudrun Strobel erhält von Dr. Tilman Markert die ersehnte Corona-Schutz-Impfung. Foto: Regina Frammelsberger

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Die Gaggenauerin Gudrun Strobel erhält von Dr. Tilman Markert die ersehnte Corona-Schutz-Impfung. Foto: Regina Frammelsberger

Die Teststation der Jahnhalle wurde für diesen Samstag um ein perfekt koordiniertes Impfzentrum ergänzt, zu dessen Gelingen Angestellte der Stadt, das Praxisteam um den Gaggenauer Kardiologen Dr. med. Tilman Markert sowie 28 ehrenamtliche Helfer der DRK-Ortsvereine Gaggenau und Ottenau gemeinsam beigetragen haben. Initiator der Aktion war der ortsansässige Unternehmer Dr. Christof Maisch, der im privaten Umfeld erlebte, wie schwierig es für manche Menschen ist, einen Impftermin zu bekommen.

Nachdem er mehrfach die Telefon- und Onlinedienste bemüht hatte, kam ihm der Gedanke, mit einer unkomplizierten Anlaufstelle direkt vor Ort aktiv werden zu wollen. Er zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Stadtverwaltung, allen voran der Leiterin der Abteilung Gesellschaft und Familien, Carmen Merkel. Sie hatte sich von seiner Idee sofort begeistern lassen, für Gaggenauer Bürger und alle in dieser Stadt Arbeitenden ein Impfangebot auf die Beine zu stellen.

Rasche Terminvergabe

Beteiligten gestemmt. Auf die rasche Terminvergabe folgte eine Warteliste, die am Impftag auch tatsächlich zum Einsatz kam. Für das angebotene Vakzin von Astrazeneca gilt eine Impfempfehlung für Menschen ab 60 Jahren. Bei individueller Risikoakzeptanz steht es aber auch allen anderen Volljährigen zur Verfügung. Diese Chance wollten quer durch alle Altersgruppen weit mehr Menschen nutzen, als Impfstoff zur Verfügung stand – Maisch bezeichnete es als zeitlichen Glücksfall, dass überhaupt 500 Dosen geordert werden konnten.

Eine Sorge vor vereinzelt vorkommenden Folgeschäden oder eine Ablehnung des Impfstoffs war nicht zu spüren. Auch zahlreiche Jüngere hatten sich zu einem großen Anteil telefonisch einen Termin ergattert. Bei einem jungen Paar war die Freude über „den Weg zurück in die Freiheit“ groß. Andere errechneten sich bereits eine mögliche Reisezeit oder freuten sich als Letzter des eigenen Haushalts über eine nun vollständig geimpfte Familie. Ein in Gaggenau arbeitender, junger Mann fand den Impftermin sehr praktisch, weil er durch den folgenden Feiertag nun zwei Tage Zeit hätte, um sich von „den üblichen Impfreaktionen“ zu erholen.

Impfungen ohne Komplikationen

In entspannter Atmosphäre durchliefen die Impfwilligen ohne nennenswerte Wartezeit den Eingangsbereich samt Infrarot-Temperaturmessung, bevor sich ihre telefonische Terminvereinbarung bei der Anmeldung bestätigte. Nun stand der Schutzimpfung in einer der vier Impfkabinen nichts mehr im Weg. Vor dem Pieks erfolgte eine persönliche Anamnese und Beratung durch den jeweiligen Arzt. Überall waren die Helfer der beiden DRK-Ortsvereine zu sehen, die das Ärzteteam tatkräftig unterstützten. Zu einem außerplanmäßigen Einsatz kam es nicht – alle Impfungen liefen samt anschließender Beobachtungszeit ohne Komplikationen ab. Dieser reibungslose Ablauf fühlte sich für den Initiator gut an, und erleichtert versicherte Maisch: „So viele glückliche, geimpfte Menschen zu sehen – das war aller Mühe wert.“

Carmen Merkel und Initiator Dr. Christof Maisch vor der Anmelde-Station ihres engagierten Teams. Foto: Regina Frammelsberger

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Carmen Merkel und Initiator Dr. Christof Maisch vor der Anmelde-Station ihres engagierten Teams. Foto: Regina Frammelsberger

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Erstellt:
24. Mai 2021, 21:00 Uhr
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