Impfaktion in Lichtental

Baden-Baden (kos) – Um die Impfkampagne voranzutreiben, organisiert der Gemeinnützige Verein Baden-Lichtental eine Impfaktion für Menschen über 80 Jahre. Das Angebot kommt gut an.

Lichtental krempelt die Ärmel hoch: Irmgard Mitchell (links) erhält von Julia de Leon ihre erste Corona-Schutzimpfung. Foto: Konstantin Stoll

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Lichtental krempelt die Ärmel hoch: Irmgard Mitchell (links) erhält von Julia de Leon ihre erste Corona-Schutzimpfung. Foto: Konstantin Stoll

Am Montag begann die Impfaktion des Gemeinnützigen Vereins im Löwensaal. Mit der Unterstützung der ortsansässigen Vereine, unter anderem der Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Lichtentaler Musikverein, wolle man allen Menschen, die 1941 oder davor geboren wurden, die Möglichkeit bieten, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen, sagte Hansjürgen Schnurr, erster Vorsitzender des Gemeinnützigen Vereins und Stadtrat in Baden-Baden.

Anstoß der Aktion war der Umstand, dass ältere Pflegeheimbewohner bereits mehrheitlich geimpft wurden und nun der Fokus auf die zuhause lebenden älteren Mitbürger gelegt werden kann, erklärte Schnurr. Nach einem Angebot des Kreisimpfzentrums Baden-Baden (KIZ), die Aktion zu unterstützen, wurde in Absprache mit den beteiligten Vereinen beschlossen, im Löwensaal insgesamt vier Termine für die Erst- und Zweitimpfungen zu organisieren, berichtete Schnurr. Die Erstimpfungen sind für den 12. und 24. April angesetzt. Die Zweitimpfungen finden am 3. und 15. Mai statt.

Personal und Impfstoff vom KIZ Baden-Baden gestellt

Für die Durchführung setzt sich das Personal ausschließlich aus ehrenamtlichen Helfern zusammen. Die Impfteams stammen hauptsächlich aus dem KIZ und den mobilen Einheiten, die in den Pflegeheimen die Impfungen bereits durchgeführt haben. Auch der Impfstoff von Biontech-Pfizer wird vom KIZ bereitgestellt und von den Krankenkassen finanziert, erklärte Schnurr.

Bereits kurz nach Bekanntgabe der Aktion waren die Termine restlos ausgebucht, berichtete der Vorsitzende. Wer keinen Termin mehr reservieren konnte, wurde jedoch auf eine Reserveliste gesetzt: Falls nach Schichtende noch Impfdosen übrig sein sollten, könnten diese zusätzlich noch verabreicht werden. Durch die hohe Resonanz in der Bevölkerung könne man auf das große Schutzbedürfnis vor allem unter den älteren Mitbürgern schließen, meinte Schnurr.

Große Dankbarkeit in der Bevölkerung

Rund 200 Personen können sich nun über die Schutzimpfung freuen. Ohne die Aktion hätten sie deutlich länger warten müssen, um in den Impfzentren einen Termin zu bekommen, freute sich Schnurr. So ergeht es auch Irmgard Mitchell, die am Montag mit großer Freude ihre erste Corona-Schutzimpfung von der ehrenamtlichen Julia de Leon erhielt.

Insgesamt gibt es „bombastisch gute Rückmeldungen“ und euphorische Dankbarkeit unter den Geimpften, wie Schnurr berichtete.

Auf die Frage, ob die Aktion über den 15. Mai hinaus verlängert wird, gab es noch keine Antwort. „Ich bin völlig offen“, berichtete Schnurr jedoch. Die Frage sei vor allem, ob genügend Impfstoff und Personal verfügbar sind, ohne das KIZ in seiner Arbeit zu behindern.

Ihr Autor

BT-Volontär Konstantin Stoll

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Erstellt:
12. April 2021, 17:04 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 13sec

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