Impftermin-Knappheit in Baden-Baden

Baden-Baden (waa) – Impfwillige haben es momentan schwer. Termine bei Impfaktionen in der Kurstadt sind meist innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Ein fester Impfstützpunkt soll Abhilfe schaffen.

Impftermine in Baden-Baden sind derzeit rar. Foto: Sven Hoppe/dpa

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Impftermine in Baden-Baden sind derzeit rar. Foto: Sven Hoppe/dpa

Das Interesse an Impfaktionen in Baden-Baden ebbt nicht ab. Noch immer versuchen viele Bürger, einen Impftermin zu ergattern – oft jedoch ohne Erfolg. Auch ein BT-Leser berichtet von außerordentlich schnell ausgebuchten Terminen in der Kurstadt.
Da schaute der Leser nicht schlecht, als er am Montagmorgen versuchte, seiner betagten Schwiegermutter eine Drittimpfung beim ärztlichen Bereitschaftsdienst in der Balger Klinik zu sichern. Ab 8.30 Uhr war die Möglichkeit zur Reservierung eines Impftermins gegen Covid-19 über ein Portal auf der Website der Stadt freigeschalten. Innerhalb von Minuten, so beschreibt es der Leser, seien alle verfügbaren Termine jedoch ausgebucht gewesen – und das bereits bis Ende März. Kaum eine Chance also auf ein Durchkommen.

Ganz so schnell sei es zwar nicht gegangen, widerspricht Stadtpressesprecher Roland Seiter. Allerdings seien die 315 an diesem Morgen zur Verfügung gestellten Termine tatsächlich „sehr schnell weg“ gewesen. Dass Impftermine gegen Covid-19 momentan schneller weggehen als warme Semmeln, zeigt auch die Impfaktion im Lichtentaler Löwensaal am Samstag, 27., und Sonntag, 28. November, die innerhalb kürzester Zeit ausgebucht war. Binnen einer Stunde habe es bei dieser Impfaktion über 5.000 Klicks auf der Anmeldeseite gegeben, erklärt Seiter. Auch die Aktionen in Steinbach und Sandweier waren rasch ausgebucht.

6.200 Impftermine bis Ende des Jahres

Doch Entlastung ist in Sicht: Ab 6. Dezember soll voraussichtlich mit Impfungen an einem festen Impfstützpunkt in der Shopping Cité begonnen werden. Dort sollen an sechs Tagen die Woche Impfungen angeboten werden – montags ohne Anmeldung, von Dienstag bis Samstag mit Anmeldung. Bis Ende des Jahres wolle man so insgesamt 6.200 Impftermine ermöglichen, sagt Seiter. Der Stadtpressesprecher verweist zudem auf Hausärzte und legt den Menschen ans Herz, sich auch dort um einen Impftermin zu bemühen.

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23. November 2021, 16:30 Uhr
Lesedauer:
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JG 23.11.202117:42 Uhr

Das gleiche Chaos wie im Frühjahr.
Wer einen 'Diener' oder Hilfskraft hat, die den ganzen Tag die möglichen Termine abklappert und dann schnell einen Termin bucht, der gewinnt in dieser 'Lotterie'. Er hat eben mehr Lose.

Wer dagegen ohne Hilfskraft sucht und zum Zeitpunkt (unbekannte Start-Uhrzeit) der Terminvergabe arbeiten muss, der hat in dieser 'Lotterie' eben Pech gehabt.

Also bitte das Ganze gleich als Lotterie veranstalten und bei diesen Terminbuchungen Losnummern vergeben. Dann haben Arbeitnehmer auch eine Chance.


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