Impfzentrum im Kurhaus strafft Ablauf

Baden-Baden (sga) – Weil sich viele Betroffene über die langen Wartezeiten im Kreisimpfzentrum im Kurhaus beschwert haben, sind dort vereinzelt Stationen umgebaut worden.

Schneller bis zum Piks: Die Abläufe im Baden-Badener Impfzentrum sind optimiert worden. Foto: Frank Vetter

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Schneller bis zum Piks: Die Abläufe im Baden-Badener Impfzentrum sind optimiert worden. Foto: Frank Vetter

Aufgebaut, um den Menschen zu helfen, steht das Kreisimpfzentrum (KIZ) im Baden-Badener Kurhaus immer wieder in herber Kritik. Impflinge berichten von immensen Wartezeiten, die vor Ort bis zu anderthalb Stunden andauern würden. Vor allem ein Wochenende Anfang März hatte bei vielen älteren Damen und Herren für großes Unverständnis gesorgt, weil einige Personen bereits vor dem eigentlichen Prozedere bis zu einer Stunde im Eingangsbereich des Kurhauses warten mussten.

Für Verwaltungschef Jürgen Jung ist es „nur menschlich“, dass sich die Impflinge durch die Aufregung vor Ort darüber ärgern, viel Zeit mitbringen zu müssen. „Genauso menschlich ist es aber auch, dass wir erst mit dem Prozedere im Kurhaus wachsen und die einzelnen Schritte optimieren können.“ Immerhin sei vorher noch nie ein Impfzentrum in Betrieb gewesen, was für alle Beteiligten eine vollkommen neue Situation darstelle. Doch er betont auch: „Trotzdem finde ich, dass wir die Sache gut meistern.“

Anmeldung wandert in erstes Obergeschoss

Das bedeute jedoch nicht, dass aufkommende Kritik unter den Tisch gekehrt werde. „Stattdessen wollen wir natürlich auf die Punkte eingehen, um den Prozess vor Ort immer wieder überarbeiten zu können.“ So habe sich in den vergangenen Wochen einiges geändert: Der Anmeldebereich im Erdgeschoss, also direkt am Eingang des Kurhauses, ist geschlossen worden und dafür nach oben gewandert. „Das bedeutet, dass Ankömmlinge, die vielleicht auf den Fahrstuhl angewiesen sind, nicht mehr erst von der Tiefgarage in das Erdgeschoss fahren müssen, um dann nach der Anmeldung noch mal in den Aufzug nach oben zu müssen.“ Stattdessen sei es nun möglich, direkt von der Tiefgarage aus in das erste Obergeschoss zu fahren. „Es ist nur eine kleine Veränderung, die zeitlich gesehen jedoch einen sehr großen Unterschied macht“, weiß Jung aus Erfahrung.

Informationsfilm kein Muss mehr

Ein paar Minuten mehr kann sich nun auch derjenige sparen, der den Informationsfilm nicht anschauen möchte. Zuvor war diese Station im KIZ unumgänglich, da sie im runden Saal platziert worden ist und somit zwischen zwei Wartebereichen lag. „Jetzt müssen sich die Impflinge im ersten Obergeschoss anmelden und haben anschließend die Möglichkeit, im ersten Wartebereich den Film anzuschauen – oder eben auch nicht“, erklärt der Verwaltungschef des KIZ. Angst davor, dadurch eventuell mit offenen Fragen geimpft werden zu müssen, brauche keiner zu haben: „Im Rahmen des ärztlichen Vorgesprächs kann alles nochmal besprochen werden, die Informationen gehen also nicht verloren. Und wenn sich jemand dazu entscheidet, sich doch nicht impfen lassen zu wollen, muss er das auch nicht.“

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Erstellt:
26. März 2021, 17:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

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