In Baden-Baden steigt der Unterstützungsbedarf

Baden-Baden (hez) – Wegen der Corona-Pandemie und ihrer Folgen steigt die Zahl der Schüler mit Unterstützungsbedarf. Der Schul- und Sportausschuss befasst sich nun mit Förderangeboten.

Mit diversen Förder- und Unterstützungsangeboten sollen Lernrückstände der Schüler abgebaut werden. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

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Mit diversen Förder- und Unterstützungsangeboten sollen Lernrückstände der Schüler abgebaut werden. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Zugenommen hat der Förder- und Unterstützungsbedarf für Schüler durch die Pandemie und ihre Folgen. Der Schul- und Sportausschuss befasst sich am Mittwoch mit der Frage, was zum Abbau von Lernrückständen getan werden kann. „Aufholen nach Corona“ heißt ein Aktionsprogramm des Bundes, für das insgesamt zwei Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Hier geht es neben dem Nachholbedarf beim Lernen auch um die Förderung von frühkindlicher Bildung und Ferienfreizeiten sowie um die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen im Alltag und in der Schule. Die Umsetzung des Programms ist Sache der Länder. In Baden-Württemberg – dies geht aus der Verwaltungsvorlage zur Sitzung des Ausschusses hervor – wurde ein Lern- und Förderangebot unter dem Oberbegriff „Lernbrücken“ vom Kultusministerium aufgelegt, dass in den letzten beiden Wochen vor den Sommerferien an allgemeinbildenden Schulen und Sonderpädagogischen Bildungszentren umgesetzt werden soll. Nach den Herbstferien soll parallel zum Unterricht an den Schulen das Förderprogramm „Rückenwind“ gestartet werden. Aber auch außerhalb der Schulen können zum Beispiel samstags Förderstunden der Volkshochschulen für Kleingruppen angeboten werden.

BaBaLu soll wieder beginnen

Ergänzend gibt es in Baden-Baden dann noch seit bereits zehn Jahren das kommunale Schulförderprogramm BaBaLu (Baden-Badener Lernunterstützung). Im Haushalt 2021 sind dafür 130.000 Euro vorgesehen.

Bereits nach der ersten Pandemiephase konnten auf diese Weise nach den Sommerferien im vergangenen Jahr Schüler mit Lernrückständen in den Kernfächern oder auch im sozial-emotionalen Bereich in enger Absprache mit den jeweiligen Lehrkräften gefördert werden. Die Signale deuten darauf hin, so stellt die Stadtverwaltung fest, dass durch die Corona-Situation die Zahl der Schüler mit Unterstützungsbedarf weiter zugenommen hat. Daher soll die BaBaLu-Förderung nach der bevorstehenden Sommerpause über die bewährten Netzwerke wieder beginnen und zunächst bis zu den Weihnachtsferien angeboten werden. Danach will man die Situation bewerten und über eine weitere Förderung entscheiden.

Ihr Autor

BT-Redakteur Henning Zorn

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Erstellt:
21. Juli 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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