In Bühler Schulen und Kindergärten ist wenig zu tun

Bühl (efi) – Die Liste der Sanierungsarbeiten an Bühler Einrichtungen ist in diesen Ferien vergleichsweise kurz. Der Erweiterungsbau des Kinderhauses „Sonnenschein“ ist fast fertig.

Im Erweiterungsbau des Kinderhauses „Sonnenschein“ wird gearbeitet. Der Fertigstellungstermin rückt näher.  Foto: Margull

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Im Erweiterungsbau des Kinderhauses „Sonnenschein“ wird gearbeitet. Der Fertigstellungstermin rückt näher. Foto: Margull

An den Bühler Schulen, Kindergärten und öffentlichen Gebäuden, an denen in den Sommerferien häufig Hochbetrieb für Handwerker herrscht, läuft der Baubetrieb derzeit eher auf Sparflamme. Die Liste der Sanierungs- und Reparaturarbeiten, die üblicherweise in der unterrichtsfreien Zeit realisiert werden, ist in diesem Jahr recht überschaubar.

Verantwortlich für die vergleichsweise dünne Auftragslage sind laut Verwaltung aber weder Corona noch die Haushaltssperre. „Es wurde nichts zurückgestellt“, alle notwendigen Arbeiten seien bereits oder werden noch erledigt, versichert Gereon Zimmer vom städtischen Fachbereich Stadtentwicklung, Bauen und Immobilen.

Das Virus hat in anderer Weise dennoch seine Spuren hinterlassen. „Coronabedingt haben wir einiges in Eigenleistung erledigt“, erklärt Zimmer. Die monatelange Schließung von Schulen und Kindergärten seit Mitte März sei deshalb für zahlreiche kleinere Schönheitsreparaturen und Malarbeiten durch Mitarbeiter des Bauhofs genutzt worden, lässt der Leiter der Abteilung Hochbau wissen. Die Übersicht der Projekte, mit denen Handwerksfirmen betraut sind, fällt dementsprechend kurz aus, und auch der Kostenrahmen hält sich naturgemäß in Grenzen.

Immer wieder Anlaufstelle für Handwerker ist die Bachschloss-Schule in Kappelwindeck

Zwei Tage benötigte eine Firma, um im Kindergarten St. Josef in Kappelwindeck Akustikdeckensegel in zwei Gruppenräumen einzubauen. Insgesamt 8.000 Euro sind dafür aufzubringen. Bereits beendet sind die Arbeiten im Bürgerhaus Neuer Markt. Dort wurden die Stufenbeleuchtung erneuert und durch LED ersetzt sowie die Fluchtwege-Piktogramme auf den neuesten Stand gebracht. Zirka 35.000 Euro sind dafür veranschlagt. Städtische Mitarbeiter legten zudem hinter der Bühne des Bühler Kulturtempels Hand an, schleiften und versiegelten den Boden. Ebenfalls in die laufenden Sommerferien fiel die Umstellung von Öl- auf Gasheizung im Rathaus Neusatz. Die Kesselanlage verursacht Kosten von 28.000 Euro. Bevor der Schulunterricht beginnt, sind Handwerker in den ersten beiden Septemberwochen mit Bodenbelagsarbeiten in den Grundschulen in Weitenung und Vimbuch beschäftigt. Sie schlagen laut Zimmer schätzungsweise mit jeweils 3.000 bis 4.000 Euro zu Buche.

Immer wieder Anlaufstelle für Handwerker ist die Bachschloss-Schule in Kappelwindeck. Dort nimmt man sich noch in diesem Jahr zwei Klassenzimmern an; auf dem Programm stehen unter anderem die Elektrik, die Decken inklusive Verkabelungen sowie das Tafelsystem. Diese Maßnahme steht noch vor der Ausschreibung, soll aber bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

Abgesehen von den wenigen Sommerferien-Baustellen liegt ein von der Hochbau-Abteilung betreutes Millionen-Projekt in den letzten Zügen. Der Erweiterungsbau des Kinderhauses „Sonnenschein“ im Wasserbett steht kurz vor der Vollendung. „Wir sind im Fahrplan“, freut sich Gereon Zimmer, dass Corona sich kaum auf den Fertigstellungstermin ausgewirkt habe.

Der Spatenstich im Oktober 2019 läutete den Start für den Anbau ein. Bis Ende September entstehen im Kinderhaus 20 neue Krippenplätze, zwei weitere Gruppenräume sowie ein neuer Küchen- und Essbereich. Aktuell sind Maler, Trockenbauer und eine Lüftungsfirma vor Ort, in dieser Woche steht der Außenputz an, erläutert Zimmer.

In der letzten August-Woche rückt eine Elektrofirma an. Ab der zweiten September-Woche sollen die Böden und Endbeläge verlegt werden, im Nachgang zu den Bodenfliesenarbeiten kommt außerdem eine Sanitärfirma. Eine Woche später ist die Fertigstellung in den Innenräumen vorgesehen. Die Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus, der mit Kosten von 1,35 Millionen Euro kalkuliert ist, erwartet der Hochbau-Abteilungsleiter Anfang Oktober.

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Erstellt:
19. August 2020, 06:30 Uhr
Lesedauer:
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