Infiziert von Technik und Naturerlebnis

Gaggenau (sazo) – Seit zwei Jahren ist Julian Seiter aus Freiolsheim begeisterter Drohnenflieger. Seitdem hat er unzählige Aufnahmen geschossen – und ist begeistert.

Julian Seiter aus Freilosheim ist 13 Jahre alt und begeisterter Drohnenflieger - hier bei einem beeindruckenden Naturschauspiel in Freiolsheim. Foto: Sabine Zoller

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Julian Seiter aus Freilosheim ist 13 Jahre alt und begeisterter Drohnenflieger - hier bei einem beeindruckenden Naturschauspiel in Freiolsheim. Foto: Sabine Zoller

Ein strahlender Sonnenuntergang bei Freiolsheim hat es Julian angetan. Der 13-Jährige, der in Gaggenau die Realschule besucht, ist begeisterter Naturliebhaber. Mit seiner Drohne fängt er die schönsten Momente ein. „Ich war mit meinem Vater unterwegs, als wir das tolle Wolkenmeer gesehen haben“, erzählt Julian von der Inversionswetterlage, die in Freiolsheim besonders gut zu beobachten ist. Tags darauf machte er sich dann noch einmal auf den Weg, um dieses Naturschauspiel mit der Kamera einzufangen.

Seit zwei Jahren ist er leidenschaftlicher Drohnenflieger und auf der Suche nach interessanten Motiven in der Region. „Angefangen hat alles, als ich bei meinem Freund Paul seine Drohne gesehen habe.“ Damals war Julian gerade mal elf Jahre alt und sofort von der Vogelflugperspektive begeistert. „Ich wollte auch eine Drohne haben, und so habe ich angefangen, dafür zu sparen.“

Bekanntermaßen ist ja da, wo ein Wille ist, auch ein Weg – und schon bald konnte sich der Freiolsheimer Drohnenpilot in die Unterlagen zur Bedienung seines Flugobjekts vertiefen. „Die Anleitungen habe ich gelesen, aber über Youtube habe ich alles gelernt und mir das Fliegen selbst beigebracht“, berichtet Julian nicht ohne Stolz.

Julian kennt sich mit Verordnungen aus

War es zunächst ein kleines Flugobjekt, musste schon bald ein Flugkörper mit einer besseren Kamera her. „Da merkt man schon den Unterschied“, berichtet der Hobbyfilmer, der bereits im Vorjahr beim Feuerwehrfest in Freiolsheim Filmsequenzen aus seiner Drohne festgehalten hat, aber ansonsten „viel Landschaft fliegt“. Er kennt sich aus in den Bestimmungen und Verordnungen und weiß, dass es nicht erlaubt ist, über Wohngrundstücke oder über Einsatzorte von Polizei oder Feuerwehr zu fliegen.

Summa summarum haben daher in den vergangenen beiden Jahren in Sachen Natur bereits viele Aufnahmen und Filme etliche Datenspeicher gefüllt, und sicherlich werden noch viele weitere dazukommen. „Bislang freue ich mich an den tollen Naturaufnahmen und sende die schönsten zu meinem Klassenfreund Paul.“

Infiziert von der Kombination aus Technik und Naturerlebnis steht Julian daher gerne auf dem freien Feld vor Freiolsheim und kontrolliert mit dem linken Steuerknüppel an der Fernbedienung nicht nur die Fluggeschwindigkeit, sondern regelt auch das Quer- und Seitenruder, mit dem er das Fluggerät präzise bis zu 100 Meter steil aufsteigen lassen kann. „Von da oben sieht das Wolkenmeer noch viel spektakulärer aus“, strahlt Julian und zeigt auf seinen Monitor. Ein weiterer Klick und ein Bild von einem strahlenden Sonnenuntergang vor einem faszinierenden Wolkenmeer ist nun auf seiner Speicherplatte festgehalten.

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Erstellt:
27. Dezember 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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