Infozentrum Kaltenbronn zieht Bilanz

Gernsbach (ans) – Die neue Sonderaustellung „Klima and mo(o)re“ im Infozentrum Kaltenbronn soll im kommenden Jahr starten. Das hat die Leiterin des Infozentrums, Kristina Schreier, angekündigt.

Besonders Veranstaltungen für Kinder sind pandemiebedingt deutlich zurückgegangen. Foto: Infozentrum Kaltenbronn

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Besonders Veranstaltungen für Kinder sind pandemiebedingt deutlich zurückgegangen. Foto: Infozentrum Kaltenbronn

Wie hängen Klima und Moor zusammen? Eine Antwort darauf soll die neue Sonderausstellung „Klima and mo(o)re“ im Infozentrum am Kaltenbronn kommendes Jahr bieten. Geplant ist zudem ein Jahresprogramm mit knapp 100 Veranstaltungen.

Infozentrumsleiterin Kristina Schreier blickt während der jüngsten Verbandsversammlung des Zweckverbands Infozentrum Kaltenbronn auf die vergangenen Monate zurück. Bis in den Mai hinein war auch das Infozentrum vom Lockdown betroffen. Ab Juni konnten wieder Veranstaltungen stattfinden, wie Schreier weiter erläutert. „Es war toll, wieder mit Leuten draußen unterwegs zu sein“, erinnert sich die Infozentrumsleiterin.

Insgesamt konnten von 116 geplanten Veranstaltungen 62 mit 900 Teilnehmern zwischen Juni und Dezember stattfinden. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr gab es nur 49 Veranstaltungen. Daher bilanziert Schreier: „Das Jahr war nicht so schlecht.“ 1.200 Personen haben das Infozentrum in den sechs Monaten, die es geöffnet war, besucht.

Zudem wurde das neue Buchungstool „Regiondo“ im Mai eingeführt. Federführend verantwortlich dafür ist Renate Fischer vom Leitungsteam im Landkreis Calw. Sie ist überzeugt von der neuen Plattform: 474 verkaufte Tickets innerhalb eines knappen halben Jahres seien „ein toller Erfolg“, meint Fischer. Durch das Tool habe es deutlich weniger Teilnehmerausfälle gegeben. Das liege daran, dass die Besucher darüber an den Termin erinnert werden. Vor allem aber auch daran, dass die Tickets im Voraus bezahlt werden. „Der Ausfall der Gebühren ist also deutlich geringer“, erläutert sie.

2020 war finanziell kein gutes Jahr für den Zweckverband

Stark zurückgegangen sind naturpädagogische Veranstaltungen für Kinder, wie Kristina Schreier aufzeigt. So habe es 2019 noch 104 Veranstaltungen gegeben, dieses Jahr jedoch nur noch 57. Zurückzuführen sei das auf Schulschließungen. Das sind aber immerhin noch „700 Kinder, die wir im Wald begleiten konnten“.

Aus finanzieller Sicht war 2020 kein gutes Jahr für den Zweckverband. Insgesamt, so Gernsbachs Kämmerer Benedikt Lang, beträgt die Betriebskostenumlage für die Verbandsgemeinden Gernsbach, Enzklösterle und Bad Wildbad für 2020 rund 115.000 Euro. Aufgrund der vorübergehenden Schließung des Infozentrums fielen Einnahmen aus Eintrittsgeldern und Teilnahmegebühren weg. Geplant habe man hier mit 7.500 Euro, die nicht eingespielt wurden. Zudem konnte der Zuschuss vom Naturpark in Höhe von 13.800 nicht bezogen werden. Grund dafür ist, dass nicht genügend naturpädagogische Angebote stattfinden konnten. Durch eine Nacherhebung der Betriebskostenumlage von 10.000 Euro musste die Ergebnisrechnung ausgeglichen werden. In der Summe verschlechterte sich die Ertragslage 2020 um 25.000 Euro gegenüber den Planzahlen. Die Annahme des Haushaltsabschlusses erfolgte dennoch einstimmig. Die Betriebskostenumlage für das kommende Jahr wird bei 120.800 Euro festgesetzt, erhöht sich also um knapp 5.800 Euro. Davon entfallen auf die Städte Gernsbach und Bad Wildbad jeweils 50.736 Euro und auf die Gemeinde Enzklösterle 19.328 Euro. Zudem rechnet der Kämmerer mit Spenden in Höhe von 6.000 Euro.

Derzeit planen Schreier und ihr Team eine neue Sonderausstellung mit dem Titel „Klima and mo(o)re“. Diese wird das Zusammenspiel von Moor und Klima beleuchten. Die derzeitige Ausstellung „Moor, Klima und Paludikultur“ läuft noch bis Ende April. Zudem soll das Projekt Naturerlebnisraum Kaltenbronn im Oktober abgeschlossen werden und die damit verbundene stationäre Naturpark-Moorstation für Schulklassen im Gebiet des Hohlohturms etabliert werden.

Ihr Autor

BT-Volontärin Anna Strobel

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Erstellt:
16. Dezember 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 36sec

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