Internes Testspiel nach zwei Absagen

Karlsruhe (mi) – Erst war AS Nancy, dann Drittligist SV Waldhof für den Zweitligisten KSC als Testgegner eingeplant. Beide sagten indes ab. So wurde intern getestet.

KSC-Trainer Christian Eichner lobte das Engagement im vereinsinternen Test. Foto: Peter Hennrich/GES

© GES/Peter Hennrich

KSC-Trainer Christian Eichner lobte das Engagement im vereinsinternen Test. Foto: Peter Hennrich/GES

Letztendlich blieb dem Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC nur noch die Möglichkeit, die bevorstehende Länderspielpause mit einem internen Testspiel zu füllen. Denn zunächst hatte der eigentlich als Gegner vorgesehene AS Nancy Lorraine (ASNL) das für gestern im Kehler Rheinstadion vereinbarte Aufeinandertreffen kurzfristig – zwei Tage zuvor - abgesagt. Begründet hatte das französische Zweitliga-Schlusslicht dies mit der Entlassung seines deutschen Trainers Daniel Stendel. Der war aber schon am 24. September freigestellt worden.

Auf der Suche nach einem Ersatz-Gegner wurde der KSC in Mannheim fündig. Der Drittliga-Dritte SV Waldhof erklärte sich bereit, für den ASNL einzuspringen. In Anbetracht der nicht gerade freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Fans beider Vereine wurden Spielort und Anstoßzeit geheim gehalten. Der Test sollte unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Aber auch der SVW meldete sich kurzfristig, wenige Stunden vor dem geplanten Anpfiff ab – wegen einer internen Vorsichtsmaßnahme, die nicht näher begründet wurde. „Vieles deutet auf einen Coronafall innerhalb der Mannschaft hin“, schrieb dazu die Rhein-Neckar-Zeitung online.

4:1 im Test

Der KSC versuchte dann noch, den SV Darmstadt oder den SV Sandhausen als Testspielpartner zu gewinnen, aber vergeblich. Also teilte KSC-Trainer Christian Eichner seine spielfähigen Schützlinge in zwei Teams ein und ließ diese gegeneinander spielen. Marc Lorenz (32.), Lucas Cueto (65.) und Fabian Schleusener (78., 83.) trafen beim internen Kick zum 4:1 für die eine Seite, Marco Thiede (80.) für die andere. „Das war echt gut“, lobte Eichner. „Wir haben aus den Absagen noch was richtig Ordentliches gemacht.“ Torhüter Marius Gersbeck, Niklas Heeger, Robin Bormuth, Jerôme Gondorf und Lazar Mirkovic kamen nicht zum Einsatz. Ebenso fehlten die langzeitverletzten Paul Löhr (Tor), Leon Jensen und Sebastian Jung.

Bezüglich der Trainingsgäste Daniel Opare (30/Zulte Waregem) und Ricardo Van Rhijn (30/FC Emmen, zweite Liga Niederlande) hielt sich Eichner bedeckt. „Wir wollen die Eindrücke mal sacken lassen.“ Ob mit einer Verpflichtung die durch Sebastian Jungs Verletzung rechts hinten entstandene Lücke geschlossen wird, „werden wir in den nächsten Tagen überdenken“.

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Erstellt:
7. Oktober 2021, 16:52 Uhr
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