Jahrmarkt: Kopfüber neue Perspektiven

Rastatt (stem) – Fahrgeschäfte wird es ab diesem Freitag fünf Tage lang auf der Friedrichsfeste geben. Eine Gelegenheit bietet die Schaukel „Salto Mortale“, die sich in luftiger Höhe überschlägt.

Neue Attraktion: In dem „Salto Mortale“ können sich schwindelfreie Fahrgäste kopfüber anschauen, wie der Festplatz aus 23 Metern Höhe aussieht. Foto: Hans-Jürgen Collet

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Neue Attraktion: In dem „Salto Mortale“ können sich schwindelfreie Fahrgäste kopfüber anschauen, wie der Festplatz aus 23 Metern Höhe aussieht. Foto: Hans-Jürgen Collet

und bei der die Fahrgäste wohl gut daran tun, nicht mit allzu vollem Magen einzusteigen. „Die Schaukel dreht sich in 23 Metern Höhe über Kopf“, sagt Schausteller Dirk Högerle. Ihm gehört das Monstrum, das er nach eigenen Angaben erst im Oktober vergangenen Jahres erworben hat: „Wir bewegen beim Transport auf der Straße damit 65 Tonnen“, sagt er. Und: Rund eine halbe Million Euro habe er dafür investiert. Högerle: „Natürlich sitzt uns die Bank im Nacken, aber wir dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken und müssen nach vorne schauen.“

Marktleiter Markus Lang spricht von einem absoluten Highlight im bunten Reigen der Fahrgeschäfte und kann sich auch nicht erinnern, dass in den vergangenen Jahren ein ähnliches Über-Kopf-Gefühl auf dem Jahrmarkt zu erleben war: „Das wird die Rastatter begeistern“.

Insgesamt sind es 35 Schausteller, die ihre Fahrgeschäfte, Imbissstände und Losbuden auf dem Festplatz aufgebaut haben. „Es waren über 100 Bewerbungen“, deutet Lang an, dass die Nachfrage nach einem Standplatz ziemlich hoch gewesen sei. Bei der Auswahl gehe es darum, einen Mix aus bekannten Schaustellern aus der Region und einigen Neulingen zu finden.

26 Boxautos auf Hochglanz

Unweit von „Salto Mortale“ gleicht die Fläche, auf der die Boxautos verkehren, fast noch einer Werkstatt. Schrauben, Holzkeile, Metallteile und allerlei Werkzeuge prägen die Szenerie. Voller Stolz steht Marvin Levy davor. Der Sohn von Schausteller-Chef Hugo Levy hat den Autoscooter erst vor Kurzem in Heilbronn erworben.. „Er ist 35 Meter lang und 14 Meter breit“, sagt der stolze Besitzer, der gerade noch dabei ist, die 26 Boxautos auf Hochglanz zu bringen. Doch nicht nur das. Auch die Installation der Beleuchtung bereitet einige Arbeit. „In der Dunkelheit erzeugen die vielen Lichter ganz besondere Effekte“, verspricht Levy.

Ein Mann, der ebenfalls noch in Zeiten des Lockdowns investiert hat, ist Theodor Buntenbroich aus Karlsruhe. Vor anderthalb Jahren leistete er sich den „Greifer“ – eine Bude, bei der es gilt, mittels eines Greifarms diverse Plüschtiere und ähnlich reizvolle Utensilien empor zu kranen. Wenn es gelingt, hat sich ein neuer Besitzer gefunden.

Nicht fehlen dürfen auf dem Gelände auch Klassiker wie der Musik-Express, Kettenkarussell oder die Kindereisenbahn. „Wegen Corona haben wir aber auf ein Festzelt verzichtet“, sagt Markleiter Lang. Ersatz bietet der Biergarten. Gleich nebenan, vor dem Autoscooter, soll an diesem Freitag um 17 Uhr auch der Fassanstich erfolgen. Danach gibt es Freibier und die Möglichkeit, die Fahrgeschäfte eine halbe Stunde lang kostenlos zu nutzen. Lang verspricht zudem viel „Wums“ bei dem Feuerwerk, das ab 22 Uhr am Murgufer gezündet wird.

Service: Geöffnet ist der Jahrmarkt auf dem Festplatz offiziell ab diesem Freitag, 17 Uhr, am Samstag und Sonntag von 12 bis 23 Uhr, am Montag und Dienstag von 14 bis 23 Uhr. Zugangsbeschränkungen gibt es nicht.

Ihr Autor

Stefan Maue

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Erstellt:
28. April 2022, 22:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 28sec

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