Jockey-Sturz reduziert Wetteinnahmen in Iffezheim

Iffezheim (kgö) – Der Auftakt der Großen Woche in Iffezheim am Sonntag hat die Kassen von Baden Galopp zum Klingen gebracht. Nur der Startunfall von Adie de Vries verhinderte noch höhere Einnahmen.

Startunfall beim zehnten Rennen: Jockey Adrie de Vries (Zweiter von links) bleibt auch dank seines Helms unverletzt. Foto: Darko Gojevic

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Startunfall beim zehnten Rennen: Jockey Adrie de Vries (Zweiter von links) bleibt auch dank seines Helms unverletzt. Foto: Darko Gojevic

Der Galopp-Marathon auf der Iffezheimer Rennbahn geht weiter. Auch am Mittwoch ab 11.35 Uhr bis 18 Uhr präsentiert der neue Veranstalter Baden Galopp elf Rennen. Das war bereits am Sonntag beim Eröffnungsrenntag der Fall. Auch am zweiten der vier Tage der Großen Woche ist die Liveübertragung der Rennen nach Frankreich mit den Provisionen von den dort erzielten Umsätzen eine wichtige Finanzierungsbasis. Die Partnerschaft mit den Franzosen ist die Ursache für den frühen Beginn. Seit 2015 gibt es den Vertrag mit den Franzosen, die deshalb auch den Takt vorgeben.

Auch die Finanzierung des Top-Rennens am Mittwoch ist gesichert. Das Europa-Gruppe-III-Zukunfts-Rennen um 50.000 Euro Rennpreise und 15.000 Euro Züchterprämien an siebter Stelle des Programms um 15.40 Uhr trägt die Namen von Renate und Albrecht Woeste aus Düsseldorf. Der 85-jährige Diplom-Ingenieur ist Vizepräsident des Düsseldorfer Rennvereins, Ehrenpräsident des Dachverbands in Köln, Ehrenbürger von Düsseldorf und war jahrelang der Vorsitzende des Aufsichtsrats beim Familienkonzern Henkel in Düsseldorf. Zum DAX-Konzern pflegt er unverändert die Kontakte für den mit 500.000 Euro dotierten Henkel-Preis der Diana. Der Aktionär Albrecht Woeste gehört zur großen Henkel-Familie. Mit einigen Freunden betreibt er den Rennstall Grafenberg mit vielen Pferden, großen Investitionen – aber bislang ohne einen Sieg in einem großen Rennen. Woeste war auch Schiedsrichter im Tennis, sogar mit Davis-Cup-Einsätzen.

Jockey Adrie de Vries nach Startunfall unverletzt

Die Philosophie der neuen Iffezheim-Betreiber mit den elf Rennen brachte derweil am Sonntag einen beachtlichen Wettumsatz von 220.280,50 Euro auf der Bahn, 286.787,33 Euro von den Vertriebspartnern außerhalb der Bahn sowie 52.801,59 Euro von der Auslandsvermarktung. Die Rendite-Größen bei den Abzügen für den Veranstalter sind extrem unterschiedlich. Der Bahnumsatz (23 Prozent) ist um sechs Prozent lukrativer als die Außenumsätze (17 Prozent). Als Ertrag für Baden Galopp werden gut 100.000 Euro bleiben. Riko Luiking, der Geschäftsführer des verbandseigenen Unternehmens Wettstar, erklärte gegenüber „Galopp-Online“: „Dieser Auftakt lässt äußerst optimistisch auf den weiteren Verlauf der Großen Woche blicken. Mit dem Gesamtumsatz kann man mehr als zufrieden sein. Mit 220.280,50 Euro konnte der höchste Bahnumsatz seit Ausbruch der Pandemie erzielt werden.“

Eine noch bessere Bilanz verhinderte ein Startunfall vor dem zehnten Rennen, der zu drei Nichtstartern und Rückzahlungen der Einsätze in Höhe von 20.757,36 Euro führte. Jockey Adrie de Vries im Sattel der Stute Dynamite Star wurde vor allem durch seinen Helm vor einer Verletzung bewahrt, er ritt schon im letzten Rennen wieder mit. Die Stute bekam offensichtlich Panik, stieg in der Startboxe und drückte den Reiter gegen das Stahlgestänge. Da die drei am Unfall beteiligten Pferde Elegant Fighter, Dynamite Star und Attacke nicht am Rennen teilnahmen, erfolgte die Rückzahlung der Wetteinsätze. Das Feld reduzierte sich von sieben auf vier Teilnehmer.

Sponsor aus den eigenen Reihen

Partner von Baden Galopp beim Großen Preis von Baden am Sonntag ist erstmals mit „wettstar.de“ ebenso ein Sponsor aus den eigenen Reihen wie im Zukunftsrennen am Mittwoch. Beim Streichungstermin am Dienstag blieben sieben Pferde im Rennen, alle Ausländer wurden abgemeldet. Zwei Jockeys stehen zudem fest: Den Derbysieger Sisfahan reitet wie in Hamburg Andrasch Starke, für die Trainingsgefährtin Isfahani wurde Clement Lecoeuvre gebucht. Isfahani könnte als Pacemaker für den Derbysieger antreten.

Von den vier der bisher gelaufenen sieben Europa-Gruppe-I-Rennen wurden zwei von Ausländern gewonnen. Im Derby und im Preis der Diana waren die deutschen Pferde unter sich. Wie am Sonntag im Großen Preis von Baden um den Rennpreis von 160.000 Euro. Partner von Baden Galopp beim Steher-Cup war erstmals der Förderverein mit dem Präsidenten Peter Werler.

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Erstellt:
30. August 2021, 20:00 Uhr
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