Robert-Schuman-Schule: Jörg Rother seit August im Amt

Bade-Baden (hol) – „Zurück zum Kern der Sache“: Jörg Rother ist aus dem Regierungspräsidium wieder in den Schuldienst gewechselt. Seit August 2020 leitet er die Robert-Schuman-Schule.

„Im Herzen bin ich halt doch Pädagoge“: Jörg Rother leitet seit einem halben Jahr die Robert-Schuman-Schule. Foto: Harald Holzmann

„Im Herzen bin ich halt doch Pädagoge“: Jörg Rother leitet seit einem halben Jahr die Robert-Schuman-Schule. Foto: Harald Holzmann

Jörg Rother ist nun schon mehr als ein halbes Jahr in seinem neuen Job tätig. „Normalbetrieb“ hat er in dieser Zeit aber noch nie erlebt. Der 51-Jährige ist seit August 2020 Leiter der Robert-Schuman-Schule – mit etwa 1.650 Schülern und mehr als 100 Lehrern die größte Bildungsanstalt in der Kurstadt.

Ganz neu war ihm die Schule auf dem Bildungshügel in der Weststadt nicht, als er vor gut sechs Monaten sein neues Büro bezog: Schließlich war Rother zuvor sieben Jahre lang im Regierungspräsidium Karlsruhe in der Abteilung Schule und Bildung für die beruflichen Schulen in der Region zuständig gewesen. „Insofern habe ich das Haus gekannt“, sagt er und lobt auch seine Vorgängerin Reinhilde Kailbach-Siegle, die gut vernetzt gewesen sei in der Kurstadt und ihm ein gut bestelltes Feld hinterlassen habe. Die Schule funktioniere sehr gut und es gebe große Bereitschaft bei den Kollegen, sich einzubringen. „Das finde ich toll. Deshalb kann ich meinen Fokus auf die pädagogische Weiterentwicklung legen.“ Das gelte für den Bereich der Digitalisierung, wo die Corona-Pandemie wirke wie ein „Power-Booster“, aber auch für viele andere Bereiche. Zudem sei die Schule schon deshalb sehr reizvoll, weil sie ein besonders breites Spektrum an Ausbildungswegen anbiete. „Das findet man nicht so oft in unserem Regierungsbezirk“, sagt er.

„Ich kenne keinen normalen Alltag“

„Aber ich kenne in meiner neuen Funktion keinen normalen Alltag“, sagt Rother. Die Corona-Pandemie mit ihren allseits bekannten Folgen für den Schulbetrieb setzte den Rahmen bereits für den Start in Baden-Baden. „Schon die Eröffnungskonferenz in der großen Halle mit auf Abstand stehenden Tischen und Stühlen war sehr speziell“, erzählt Rother.

Ab Oktober sei es dann für ihn und sein Team jeden Tag nur noch darum gegangen, die Folgen von Corona zu managen. „Hygienemaßnahmen, die Kooperation mit anderen Schulen, die Kommunikation ins Kollegium hinein – das war alles zu regeln. Kurz vor Weihnachten wurde es dann mit einem Schlag ziemlich still hier“, erzählt er. Und daran hat sich bis jetzt nicht viel geändert.

Wunsch nach Präsenzunterricht

Der Fernunterricht über Laptops und die Lernplattform Moodle laufe zwar gut. „Langsam ist es aber spürbar, dass es zäh wird. Es gibt doch bei vielen ein großes Bedürfnis, wieder in die Schule zu kommen.“ Das könne er auch als Vater eines sechs Jahre alten Erstklässlers nachvollziehen, der das Thema Schule auch aus der Elternperspektive kenne. „Wir haben jetzt auch das Homeschooling-Problem daheim“, sagt Rother. „Ich hätte jedenfalls nichts dagegen, wenn die Grundschulen nach den Fastnachtsferien wieder aufmachen würden.“

Sein Job im Regierungspräsidium habe ihm viel Spaß gemacht. „Trotzdem: Am Ende wollte ich doch wieder zurück zum Kern der Sache. Im Herzen bin ich halt doch Pädagoge“, sagt er und lacht. Vor der Zeit in der Schulbehörde war der gebürtige Bad Schönborner in einer Berufsschule in Ettlingen als Lehrer für Betriebswirtschaftslehre und Englisch tätig. In dem Städtchen bei Karlsruhe wohnt er auch mit seiner Familie.

Ihr Autor

BT-Redakteur Harald Holzmann

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Erstellt:
11. Februar 2021, 11:40 Uhr
Lesedauer:
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