KSC-Aktionäre billigen Kapitalerhöhung

Karlsruhe (nbb) – Der KSC hat seine ausgegliederte Fußballabteilung für die weitere Suche nach Investoren vorbereitet: Die Aktionäre genehmigten eine Kapitalerhöhung um rund 1,1 Millionen Euro.

Größter Aktionär ist derzeit mit 78,01 Prozent der Aktien der KSC selbst. Foto: Markus Gilliar/GES

© GES/Markus Gilliar

Größter Aktionär ist derzeit mit 78,01 Prozent der Aktien der KSC selbst. Foto: Markus Gilliar/GES

Der Karlsruher SC hat seine ausgegliederte Fußballabteilung für die weitere Suche nach strategischen Investoren vorbereitet. Mit 99,99 Prozent stimmten die Aktionäre der Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix GmbH & Co. KGaA am Mittwoch mit 95,60 Prozent der Aktien einer Erhöhung des Genehmigten Kapitals um rund 1,1 Millionen Euro zu. Das Grundkapital der Gesellschaft liegt aktuell bei rund 3,2 Millionen Euro.

Zwar ist das bisherige, genehmigte Kapital der Gesellschaft noch nicht vollständig aufgebraucht. Die Erhöhung benötigt die KGaA vor allem, um auch in Zukunft weitere Aktien ausgeben zu können. Neben strategischen Investoren sollen diese auch wieder an die Fans des badischen Traditionsclubs ausgegeben werden. Mit der Möglichkeit, mehr neue Aktien ausgeben zu können, kann der KSC auch flexibler auf Finanzierungserfordernisse reagieren. Der Preis für eine Aktie lag zuletzt bei 24 Euro.

Börsengang vorerst nicht geplant

Ein Börsengang steht laut KSC-Geschäftsführer Michael Becker nicht an: „Das Thema Börsengang haben wir prinzipiell auf dem Schirm. Es ist kurzfristig nicht geplant, wir können es für die Zukunft aber auch nicht ausschließen.“

Größter Aktionär ist derzeit mit 78,01 Prozent der Aktien der KSC selbst. Das „Bündnis KSC“ um Vizepräsident Martin Müller hält 9,36 Prozent an der Gesellschaft. Müllers Amtskollege Günter Pilarsky besitzt 7,8 Prozent. Die restlichen 4,83 Prozent verteilen sich auf rund 2.000 Aktionäre, von denen die allermeisten in den rund 32.000 Aktien starken Streubesitz (ein Prozent) der Fans fallen. Der Rechtehändler Michael Kölmel, der den Club zur Jahrtausendwende mit einer Überweisung von 15 Millionen D-Mark vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrte, hält mit 50.000 Aktien ebenfalls nur noch einen sehr geringen Teil.

Vor allem möchte man beim KSC künftig auf Kontinuität setzen. „Für uns ist es sehr wichtig, dass wir die konsequente Fortführung unseres Veränderungsprozesses vorantreiben und uns weiter professionalisieren“, so Becker. Die bestehenden Geschäftsmodelle sollen ausgebaut, neue entwickelt werden. „Das alles in einem sehr emotional geprägten Umfeld, das sehr viele Vorteile, aber auch hin und wieder Nachteile hat“, fügte er hinzu.

Die Genehmigung des Jahresabschlusses und die Entlastung des Gesellschafters Karlsruher SC sowie des Aufsichtsrats erfolgte jeweils mit rund 99,99 Prozent der abgegebenen Stimmen. In ihrem im Vorfeld veröffentlichten Zahlenwerk hatte die Gesellschaft zuvor einen Verlust von rund 5,8 Millionen Euro ausgewiesen.

Bormuth fehlt bis zur Winterpause

Sportlich muss der Club derweil auf Stamm-Innenverteidiger Robin Bormuth länger verzichten. Wie der Zweitligist gestern mitteilt, wurde der 26-Jährige am Sprunggelenk operiert und steht dem Team von Trainer Christian Eichner wohl bis zur Winterpause nicht zur Verfügung. Bormuth hatte sich im September im Training am Sprunggelenk verletzt.


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