KSC: Außenverteidiger Rabold droht auszufallen

Karlsruhe (rap) – Im Karlsruher Wildpark grassiert momentan die Außenverteidiger-Seuche: Vor dem Spiel am Samstag gegen den SV Sandhausen hat sich nun auch Jannis Rabold am Innenband verletzt.

Hat Probleme mit dem Inneband: KSC-Rechtsverteidiger Jannis Rabold. Foto: Markus Gilliar/GES

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Hat Probleme mit dem Inneband: KSC-Rechtsverteidiger Jannis Rabold. Foto: Markus Gilliar/GES

Von größeren Corona-Ausbrüchen ist der Karlsruher Wildpark bislang ja verschont geblieben, lediglich Stürmer Babacar Guèye brachte eine Covid-19-Infektion aus dem Heimaturlaub im Senegal nach den Weihnachtsfeiertagen mit zurück nach Karlsruhe. Dafür grassiert beim badischen Fußball-Zweitligisten derzeit aber eine andere Krankheit, die vor allem eine ganz bestimmte Position im KSC-Lager befällt: die Außenverteidiger-Seuche.

Der nächste Leidtragende ist seit Donnerstagmittag Jannis Rabold, 19-jähriges Eigengewächs aus der KSC-Talentschmiede. Der Rechtsverteidiger, der beim Gastspiel in Bochum nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Philip Heise als Linksverteidiger unterwegs war, brach das Training ab. Probleme mit dem Innenband habe Rabold, ließ KSC-Cheftrainer Christian Eichner am Donnerstag die Pressevertreter bei der Online-PK wissen, verbunden mit dem Hinweis, dass er, also Christian Eichner, „nicht zwingend zuversichtlich“ sei, was einen möglichen Einsatz des flinken Außenverteidigers am Samstag im Nordbaden-Derby beim SV Sandhausen (13 Uhr) anbelangt. Mehr noch: „Relativ skeptisch“, lautete schließlich die Prognose des 38-jährigen Übungsleiters, dessen Stimmung sich – zumindest was den Krankenstand seiner Außenverteidiger betrifft – weiter verschlechtern dürfte, herrscht doch auf dieser Position Notstand – gerade auf der linken Flanke.

Heise-Comeback rückt näher

Dort fällt Stammkraft Heise mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel noch aus, für dessen Back-up Dirk Carlson (Ermüdungsbruch im Kreuzbein) ist die Saison bereits beendet. Zumindest Heise dürfte bald – nämlich nächste Woche – sein Comeback im Mannschaftstraining geben. „Philip liegt überragend im Zeitplan“, erklärte Eichner. Ein Einsatz gegen den Tabellen-16., der von großen Abstiegssorgen geplagt wird, kommt für den 29-Jährigen aber noch zu früh, weshalb wohl erneut Winter-Neuzugang Kevin Wimmer, der gegen Jahn Regensburg seine Sache ordentlich erledigte (Eichner: „Zur vollsten Zufriedenheit“), erneut ran darf. „Nach nur drei Tagen Mannschaftstraining hat er dem Team gegen Regensburg schon geholfen. Kevin ist zu 100 Prozent schon angekommen in der Mannschaft. Er hat eine große defensive Verlässlichkeit, ist variabel einsetzbar. Und besitzt eine Körperlichkeit, die er auch am Samstag benötigt“, sagte „Eiche“, der gegen den SVS ein Spiel auf Augenhöhe erwartet.

Jung steigt bald ins Mannschaftstraining ein

Noch etwas entfernt von der erhofften Körperlichkeit, um im deutschen Unterhaus bestehen zu können, ist Rechtsverteidiger Sebastian Jung. Der ehemalige Frankfurter und Wolfsburger stand im Dezember dicht vor seinem ersten Einsatz für die Badener, ehe ihn eine Verletzung erneut lahmlegte. Seitdem arbeitet der 30-Jährige an seinem Comeback. „Wir kennen die Historie von Sebastian, deshalb sind wir bei ihm etwas vorsichtiger. Wir sind aber guter Dinge, dass er nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigt“, sagte der KSC-Trainer, der damit nur noch einen gesunden Rechtsverteidiger in seinen Reihen hat: Marco Thiede. Der, 28-Jährige, der seit Wochen starke Leistungen abliefert, dürfte gegen seinen Ex-Verein brennen, um die KSC-Serie – sieben Spiele ungeschlagen – am Leben zu halten.

Ihr Autor

BT-Redakteur Christian Rapp

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Erstellt:
12. Februar 2021, 06:00 Uhr
Lesedauer:
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