KSC: Eichner ärgert sich über die Gegentore

Karlsruhe (fal) – Christian Eichner war auch am Tag nach der 2:3-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf verstimmt. Vor allem mit der Art und Weise der Gegentore war der KSC-Trainer nicht einverstanden.

„Wie es fällt, wann es fällt – brutal“: KSC-Coach Christian Eichner über den späten 2:3-Gegentreffer am Montagabend in Düsseldorf. Foto: Edith Geuppert/GES

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„Wie es fällt, wann es fällt – brutal“: KSC-Coach Christian Eichner über den späten 2:3-Gegentreffer am Montagabend in Düsseldorf. Foto: Edith Geuppert/GES

Was denn nun überwiege, wurde Christian Eichner nach der erst in der letzten von fünf Minuten Nachspielzeit zustande gekommenen 2:3-Niederlage im Nachholspiel bei Fortuna Düsseldorf am Montagabend gefragt: Der Ärger über das verlorene Spiel, oder der Stolz auf die gute Leistung seines Teams? „Natürlich der Ärger“, antwortete der KSC-Coach, ohne zu zögern. „Wir sind Sportler, wir wollen Spiele gewinnen. Wir definieren uns über Siege, über Erfolg. Das ist das, wonach wir lechzen.“

In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt, bei Ablauf der regulären Spielzeit stand es 2:2, wäre dieser Hunger sicher schon mit einem Punktgewinn gestillt gewesen. Fortuna aber konnte im Laufe der zweiten Halbzeit personell derartig „nachlegen“, dass sich Eichner wunderte: „Hoppla, wann hört denn das endlich auf. Ein Qualitätsspieler nach dem anderen ist da an mir vorbei auf den Platz.“ Denn sein Kollege Uwe Rösler hatte noch die Torjäger Kenan Karaman und Rouwen Hennings, Brandon Borello und Shinta Appelkamp, sowie Emmanuel Iyoha in der Hinterhand.

Fast nur Jungspunde auf der KSC-Bank

Bei den Corona- und verletzungsgeschwächten Badener hingegen saßen derweil zwei U-19-Spieler auf der Bank, Bastian Allgeier und Dejan Galjen, sowie die Jung-Profis David Trivunic (19), Jannis Rabold (20), Malik Batmaz und Dominik Kother (beide 21). Trotzdem lieferten die Wildparkprofis ein Spiel „auf Top-Niveau“, so Rösler. „Das war Werbung für die zweite Liga. Der KSC hat uns alles abverlangt“ – in seinem vierten Spiel innerhalb von elf Tagen!

Dass sich der Erfahrungs- und Qualitätsunterschied zwischen der Fortuna und dem KSC letztendlich zugunsten der Hausherren auswirkte – klar, so spät ziemlich glücklich, aber nicht unverdient. Nach einem Lattenknaller von Iyoha fiel der Ball Appelkamp vor die Füße, der mit dem 3:2 seiner Mannschaft drei unheimlich wichtige Punkte sicherte, mit denen die Tür zur Bundesliga für die Fortuna offen bleibt.

Auch am Dienstagmorgen waren Eichners Gefühle noch eine „Mischung aus extremem Ärger, extremer Enttäuschung und“, angesichts des namhaften Düsseldorfer Kaders, „aus Realitätssinn“. In erster Linie fuchsten den KSC-Coach die im Grunde genommen selbst verschuldeten Gegentore, die seine Mannschaft hinnehmen musste. „Fehlpass – läppisches Foul – Elfmeter – 1:1“, schilderte „Eiche“, wie seine Mannschaft ihre Führung „sorglos“ hergab. Oder: „Schlampiges Abspiel – ohne Adresse – und dann liegst du 1:2 zurück.“ Und das 2:3: „Eigener Einwurf – Ballverlust – Tor.“ Dann wurde sein Frust deutlich: „Wie es fällt, wann es fällt – brutal.“ Aber, so sei Fußball, so sei die zweite Liga.

Bormuth und Fröde kehren zurück

Für Kyoung-Rok Choi ist die Saison derweil wegen einer Wadenzerrung wohl schon vorbei. Ob Benjamin Goller (Knie) und Marc Lorenz (Sprunggelenk) am Samstag im Fürther Sportpark Ronhof einsatzfähig sind, bleibt abzuwarten. Immerhin nimmt Xavier Amaechi nach seiner Quarantäne seit Freitag wieder am Mannschaftstraining teil. Robin Bormuth und Lukas Fröde steigen am Mittwoch wieder in den Trainingsbetrieb ein.

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4. Mai 2021, 17:14 Uhr
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