KSC: Eichner sieht positive Entwicklung

Karlsruhe (fal) – Der Karlsruher SC ist mit dem 4:2-Sieg in Würzburg blendend ins Jahr 2021 gestartet, die Last des Toreschießens liegt nicht mehr nur noch bei Philipp Hofmann.

Wächst immer mehr in die Rolle des torgefährlichen Achters hinein: KSC-Mittelfeldregisseur Marvin Wanitzek (links). Foto: Helge Prang

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Wächst immer mehr in die Rolle des torgefährlichen Achters hinein: KSC-Mittelfeldregisseur Marvin Wanitzek (links). Foto: Helge Prang

Christian Eichner war nach dem 4:2-Sieg seiner Mannschaft bei den Würzburger Kickers am Samstag einerseits erleichtert, andererseits auch durchaus angetan von der gezeigten Leistung. „Die Jungs waren klar im Kopf, griffig, wach, konsequent und haben gezeigt, dass sie gewinnen wollen“, fasste der Trainer des Karlsruher SC den Auftritt seiner Spieler zusammen. Dies hätten sie mit ihrer Körpersprache zum Ausdruck gebracht und – zu den jeweils richtigen Zeitpunkten – auch mit ihren Toren. „Vier Treffer, drei verschiedene Torschützen“, hob „Eiche“ in diesem Zusammenhang lobend hervor – und das ganz ohne Philipp Hofmann, der am Samstag leer ausgegangen war.

Die blau-weißen Torerwartungen lasten also nicht mehr allein auf den Schultern des zu Saisonbeginn noch von Abwanderungsgelüsten geplagten Goalgetters. Neun KSC-Profis haben sich vielmehr inzwischen in die Torschützenliste eingetragen. „Das sollte uns Mut geben für die nächsten Wochen“, sagte Eichner, in denen es seine Schützlinge zunächst mit den Top-Mannschaften Greuther Fürth – bereits am Freitagabend –, Kiel und Heidenheim zu tun bekommen.

Intern zweitbester Torschütze hinter Hofmann (sieben Treffer) ist Marvin Wanitzek mit fünf Toren. Zwei davon erzielte der Mittelfeldspieler in Würzburg. Nach seinem 2:0 (28.) unterlief ihm zwar ein Eigentor (32.), das er aber noch vor der Pause mit einem Traumtor zum 3:1 wieder ausbügeln konnte (44.). Er wachse immer mehr in die Rolle eines torgefährlichen „Achters“ hinein, „der in den Strafraum reingeht, in die Box durchläuft und das gegnerische Tor bedroht“, beschrieb Eichner Wanitzeks positive Entwicklung. Co-Trainer Zlatan Bajramovic habe diesbezüglich viel mit Wanitzek gearbeitet und ihn offensiv ermutigt. Der ehemalige bosnische Nationalspieler war früher schließlich selbst ein torgefährlicher Mittelfeldspieler.

Breithaupt nächstes Talent aus dem KSC-NLZ

Eine positive Entwicklung zeigt offensichtlich auch der erst 19-jährige Tim Breithaupt. Der A-Junior wurde in der 86. Minute für den angeschlagenen Jerôme Gondorf eingewechselt und habe sich diesen ersten Einsatz im Profifußball „in den letzten Wochen im Training mehr als verdient“, hob Eichner hervor, verbunden mit dem Hinweis, welch „großartige Arbeit“ im Karlsruher Nachwuchsleistungszentrum geleistet werde „und wie gut die Leistungen der Jungs sind“.

Steht vor einer Vertragsverlängerung: Sportdirektor Oliver Kreuzer. Foto: Tom Weller/dpa

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Steht vor einer Vertragsverlängerung: Sportdirektor Oliver Kreuzer. Foto: Tom Weller/dpa

Gondorfs Auswechslung war eher dem Kräfteverschleiß in Unterzahl geschuldet als die Folge einer Verletzung – und bei einer 4:2-Führung kurz vor Schluss auch vertretbar. Der KSC-Kapitän wird nach dem gestrigen freien Montag heute ganz normal mit der Mannschaft die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den Tabellendritten Greuther Fürth aufnehmen.

Zum Abschluss gebracht haben der KSC und sein Sportdirektor Oliver Kreuzer mittlerweile auch ihre Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung. „Alle noch offenen Punkte sind inzwischen geklärt“, teilte der frühere Vorstopper mit, dessen Arbeitsverhältnis am Adenauerring am 30. Juni geendet hätte. Die neuen Absprachen müssten „jetzt nur noch zu Papier gebracht werden“, was noch in dieser Woche geschehen soll. Über Vertragsinhalte wurde Stillschweigen zwischen den Parteien vereinbart.

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4. Januar 2021, 18:00 Uhr
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