KSC: Eichners Ausfallliste wächst

Karlsruhe (ket) – Fußball-Zweitligist Karlsruher SC plagt weiterhin das Verletzungspech. Gegen Hannover 96 am Samstag muss Trainer Christian Eichner auf sechs Spieler verzichten.

Muss sich einer Blinddarm-Operation unterziehen: Mittelfeldspieler Fabio Kaufmann (links). Foto: Helge Prang/GES

© GES/Helge Prang

Muss sich einer Blinddarm-Operation unterziehen: Mittelfeldspieler Fabio Kaufmann (links). Foto: Helge Prang/GES

Christian Eichner hat eigens eine Liste mitgebracht zur wöchentlichen Online-Fragestunde mit den Menschen von der Presse, damit ihm auch ja keiner der Namen in Vergessenheit gerät, die er nun, gleich zu Beginn, vorlesen möchte. Insgesamt sechs Namen – Fabio Kaufmann, Robin Bormuth, Marc Lorenz, Leon Jensen, Paul Löhr und Sebastian Jung – stehen auf Eichners Liste, die, man ahnt es schon, eine Verletztenliste ist.

Just so viele Spieler werden ihm am Samstag im Heimspiel gegen Hannover 96 (13.30 Uhr) fehlen. Die Gründe hierfür sind verschiedene, ein Verletzungsmuster jedenfalls lässt sich nicht entdecken. Der eine hat’s am Sprunggelenk (Bormuth), der andere an der Schulter (Lorenz), gleich drei Spielern hat es das Kreuzband zerfetzt (Jensen, Löhr, Jung).

Neuester Zugang im KSC-Lazarett ist Fabio Kaufmann. Am Mittwochnachmittag wurde bekannt, dass sich der Stürmer einer Blinddarm-OP wird unterziehen müssen. Wie bei allen anderen Maladen wird es auch für ihn frühestens im neuen Jahr ein Comeback geben.

Eichner: „Phase, die wir noch nicht hatten“

Für Trainer Christian Eichner ist der hohe Verletztenstand durchaus eine neue Herausforderung, die er so in seinem Cheftrainerleben noch nicht zu bewältigen hatte. Er tut es mit der ihm eigenen Ruhe und Abgeklärtheit. „Es ist in dieser Saison einfach mal eine Phase, die wir bisher noch nicht hatten“, sagt er. Mehr aber auch nicht. Jedwedes Lamentieren erspart Eichner sich, seinen Spielern und auch den Fans.

Zumal der KSC in der Tabelle ja unvermindert nach Plan unterwegs ist. 18 Punkte sind es nach 14 Saisonspielen, an diesem Samstag könnte also die 20er-Marke geknackt werden, die Hälfte der 40er-Marke, die ja nach wie vor immer noch als Klassenerhaltsgarantie gilt. Zwei Spiele im Plus wäre der KSC, einen Sieg gegen Hannover vorausgesetzt, dann. Soll heißen: Bis zur Winterpause könnte er sich anschließend noch den ein oder anderen Bonuspunkt sichern, um dann im nächsten Jahr eine erneut möglichst sorgenfreie Rückrunde spielen zu können. Neben Hannover sind Dynamo Dresden, Heidenheim und – zum Auftakt der Rückrunde – Hansa Rostock bis dahin noch Gegner der Badener.

Dass 96er-Trainer Jan Zimmermann die Favoritenrolle schon vorab vergeben hat, nämlich mit der Bemerkung, Hannover habe die drei Punkte gegen den KSC fest eingeplant, kann Christian Eichner nicht wirklich schrecken. „Ich kenne Zimbo. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass er das nicht gesagt hat“, sagt der KSC-Coach zum einen. Zum anderen hat sich seine Mannschaft in der Nicht-Favoritenrolle in dieser Saison schon das ein oder andere Mal ganz wohl gefühlt.

KSC seit vier Spielen ohne Sieg

Für Hannover erschwerend hinzukommen könnte, dass die Gäste deutlich mehr unter Druck stehen als die Hausherren. Platz 15, punktgleich mit Relegationsrang 16, ist kaum das, was man sich vor der Saison vorgestellt hatte. Auch Eichner sieht das so. Als „interessante Mannschaft“, die vom Kader her „in die obere Tabellenhälfte gehört“, bezeichnet er den Gegner, wohlwissend, den Druck damit noch um ein paar Bar zu erhöhen.

Alles in allem erwartet der KSC-Coach „ein klassisches Zweitliga-Spiel, das in alle Richtungen kippen kann“. Dass es für die Badener prima wäre, es kippte für sie in Richtung Sieg, steht außer Frage. Der letzte Ligadreier liegt schließlich nun schon fünf Spiele zurück.

Ihr Autor

BT-Redakteur Frank Ketterer

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Erstellt:
26. November 2021, 08:00 Uhr
Lesedauer:
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