KSC: Kobald fit für Ingolstadt-Spiel

Karlsruhe (ket) – Nach der Länderspielpause steht für den Karlsruher SC wieder der Ligaalltag an: Am Sonntag ist die Eichner-Elf beim Schlusslicht FC Ingolstadt zu Gast – mit Innenverteidiger Kobald.

Ist nach seinem Außenband-Anriss wieder einsatzbereit: KSC-Innenverteidiger Christoph Kobald (rechts). Foto: Helge Prang/GES

© GES/Helge Prang

Ist nach seinem Außenband-Anriss wieder einsatzbereit: KSC-Innenverteidiger Christoph Kobald (rechts). Foto: Helge Prang/GES

Diese Personalie ist Christian Eichner dann doch zu wichtig, um ein wenig mit ihr zu spielen. So lässt sich der Trainer des Karlsruher SC diesmal keinerlei Bedenkzeit für seine Entscheidung, er wartet, wie es sonst gerne mal Trainer-Art ist und sei es nur, um den Gegner ein wenig in Ungewissheit schmoren zu lassen, nicht bis auf kurz vor Spielbeginn. Stattdessen sagt Eichner kurz, knapp und mit einem zufriedenen Lächeln rund um die Mundwinkel: „Christoph Kobald ist fit.“ Bereits am Donnerstag habe der Innenverteidiger, bei dem zuletzt ein Außenband-Anriss im rechten Knöchel diagnostiziert worden war, das komplette Mannschaftstraining absolviert, „rund“, so Eichner, habe das ausgesehen. Einem Einsatz im Spiel am Sonntag beim Tabellenletzten FC Ingolstadt (13.30 Uhr) steht somit nichts im Weg. „Froh“ stimmt das den KSC-Coach, wie er nicht zu erwähnen vergisst.

Kother drängt in Startelf

Das ist nicht weiter verwunderlich. Kobald ist mittlerweile schließlich nicht nur zu einer enorm wichtigen Korsettstange in der KSC-Defensive geworden, sondern ihn ersetzen zu müssen hätte schon deshalb Probleme bereitet, weil bereits Robin Bormuth, der zweite Stamm-Innenverteidiger der Blau-Weißen, derzeit verletzt ausfällt – und das mindestens bis Jahresende. Als gelernte Innenverteidiger zu Verfügung gestanden hätten somit lediglich noch Oldie Daniel Gordon (36 Jahre) und der ebenso junge (19) wie unerfahrene Neuzugang Felix Irorere. Für den Fall der Fälle bereits nachgedacht hatte Eichner auch darüber, Linksverteidiger Kilian Jakob nach Innen zu ziehen.

Wenigstens Überlegungen wie diese sind nun hinfällig. Auch eine weitere Personalfrage scheint in der Länderspielpause zumindest an Brisanz verloren zu haben. Zwar bezeichnet Eichner den verletzungsbedingten Ausfall (ausgekugelte Schulter) von Linksaußen Marc Lorenz weiterhin als „großen Verlust, den es wegzustecken gilt“, allerdings scheint ihm mittlerweile immerhin etwas klarer zu sein, wie das am besten zu bewerkstelligen sein könnte. Dominik Kother hat sich in den Gedanken des Trainers dafür offenbar in die Pole-Position gespielt – und damit vor Lucas Cueto und Zweitstürmer Fabian Schleusener. „Er hat sich von Woche zu Woche stabilisiert und ist gerade auf einem sehr anständigen Weg“, gab es unter der Woche jedenfalls ein ziemlich dickes Trainerlob für den ob seiner zeitweisen Flatterhaftigkeit bisweilen gescholtenen Kother, für den es erst der zweite Einsatz von Anpfiff an in dieser Saison wäre.

Eichner erwartet kein „schönes Spiel“

Dass der KSC als Favorit zu den „Schanzern“ fährt, ist kaum zu leugnen, auch wenn Eichner das gar nicht so recht ist. Das Tabellenende schmückt der FCI mit gerade Mal fünf Punkten nach 13 Spielen, bei zwei Unentschieden sowie vier Niederlagen samt 3:11 Toren steht die Heimbilanz. Eichner lässt sich freilich auch davon nicht abhalten, zu warnen. Unter Neu-Trainer André Schubert habe Ingolstadt durchaus „eine gewisse Stabilität bekommen“, in Marc Stendera, Stefan Kutschera und Marcel Gaus verfüge die Mannschaft zudem durchaus über gestandene und somit abgezockte Zweitliga-Kicker. Und überhaupt: „Die haben die Länderspielpause auch genutzt und werden bis Weihnachten versuchen, den Anschluss herzustellen.“ Ein „schönes Spiel“ erwartet Eichner dabei übrigens nicht, dafür um so mehr ein intensives.

Damit könnte die Partie durchaus einen Vorgeschmack bieten, was den KSC in den danach noch ausstehenden vier Spielen bis zur Winterpause erwartet, schließlich geht es auch in diesen bis auf eine Ausnahme (Heidenheim) gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte, namentlich gegen Hannover (15.), Dresden (14.) und Rostock (11). „Natürlich wollen wir da bis Weihnachten noch ein paar Punkte aufs Konto packen“, sagt Eichner, Er sagt aber auch: „Wir tun gut daran, konzentriert und scharf zu bleiben.“

Ihr Autor

BT-Redakteur Frank Ketterer

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Erstellt:
20. November 2021, 10:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 50sec

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