KSC: Lorenz fällt bis Jahresende aus

Karlsruhe (ket) – Die Verletzungsmisere beim Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC reißt nicht ab: Mittelfeldspieler Marc Lorenz wird mit einer Schulterverletzung bis mindestens Jahresende ausfallen.

Marc Lorenz hält sich am Boden liegend die linke Schulter. Foto: Helge Prang/GES

© GES/Helge Prang

Marc Lorenz hält sich am Boden liegend die linke Schulter. Foto: Helge Prang/GES

Die für Montag angesetzte Kernspintomografie sorgte zwar für Klarheit in der Diagnose, für Erleichterung in den Reihen des Karlsruher SC sorgte sie indes nicht. Das halbwegs Gute: Die in der Röhre festgestellten Schäden in der nach einem Zweikampf im Spiel gegen den Hamburger SV am Samstagabend ausgekugelten Schulter von Marc Lorenz halten sich laut KSC-Mannschaftsarzt Marcus Schweitzer im Rahmen dessen, was bei einer solchen Verletzung zu erwarten war. Zumindest eine Operation ist somit nicht notwendig, jedenfalls nicht zwingend.

Das weniger Schöne: Selbst wenn die Genesung ohne Komplikationen verläuft, wird Lorenz, dessen Vertrag bei den Blau-Weißen im Sommer ausläuft, zumindest in diesem Jahr nicht mehr für den KSC spielen können. Sollte die Schulter gar instabil bleiben, was zumindest nicht gänzlich auszuschließen scheint, müsste die OP unter Umständen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Dritter verletzter Stammspieler

So ist die Behauptung, dass den Badenern in dieser Saison das Verletzungspech an den Stollen klebt, weiterhin keine falsche. Lorenz ist nach den Kreuzbandrissen von Ersatztorhüter Paul Löhr, Neuzugang Leon Jensen und Linksverteidiger Sebastian Jung sowie der schweren Sprunggelenksverletzung von Robin Bormuth bereits der fünfte KSC-Profi, der längere Zeit ausfällt – und der dritte unter ihnen, dem man neben Bormuth und Jung Stammspieler-Status attestieren kann.

Den ohnehin nicht überüppigen personellen Gestaltungsspielraum von Trainer Christian Eichner engt das noch weiter und in nicht unerheblichem Maße ein, auf der ein oder anderen Position sind die Alternativen an geschultem Ersatzpersonal schon jetzt knapp bis kaum mehr existent, beispielsweise in der Innenverteidigung.

„Der Ausfall von Marc trifft uns natürlich“, sagt Eichner entsprechend, zumal dessen Formkurve zuletzt kontinuierlich nach oben gezeigt habe. Der Fußballlehrer Eichner wäre allerdings nicht der Fußballlehrer Eichner, würde er deswegen lamentieren. Stattdessen bevorzugt er es, aus dem Fehlen von Lorenz eine Chance zu kreieren – und zwar zuvorderst für Lucas Cueto und Dominik Kother, die als Lorenz-Ersatz erste Wahl sind. „Es liegt nun an den beiden, sich mir aufzudrängen“, sagt Eichner. KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer sieht das durchaus ähnlich: „Das ist jetzt die Chance, für die Jungen, sich zu zeigen. Dafür haben wir sie“, pflichtet er bei.

Und dennoch: Zumindest bis zur erneut nur kurzen Winterpause ist und bleibt es dünnes Eis auf dem sich der KSC personell bewegt. Noch fünf Spiele – in Ingolstadt (21.11.) und Dresden (5. 12.) sowie zu Hause gegen Hannover 96 (27.11.), 1. FC Heidenheim (12.12.) und Hansa Rostock (19.12.) – stehen bis Weihnachten an. Jeder weitere Verletzte wäre da einer zu viel.

Ihr Autor

BT-Redakteur Frank Ketterer

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Erstellt:
8. November 2021, 16:54 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 19sec

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