KSC-Neuzugang Jensen schwer verletzt

Karlsruhe/St. Johann (ruf) – Mit einem Remis, einer Niederlage und einer Hiobsbotschaft kehrt Fußball-Zweitligist Karlsruher SC aus dem Trainingslager zurück.

Die finale Diagnose steht noch aus, doch aller Voraussicht nach hat sich Leon Jensen (links), hier im Zweikampf mit Sercan Sararer, das Kreuzband gerissen. Foto: Helge Prang/GES

© GES/Helge Prang

Die finale Diagnose steht noch aus, doch aller Voraussicht nach hat sich Leon Jensen (links), hier im Zweikampf mit Sercan Sararer, das Kreuzband gerissen. Foto: Helge Prang/GES

Als am späten Nachmittag in St. Johann das zweite Sonntags-Testspiel des Karlsruher SC angepfiffen wurde, war die erste Hiobsbotschaft der noch jungen Saisonvorbereitung gerade einmal zwei Stunden alt: Leon Jensen, Neuzugang vom FSV Zwikau, hatte sich im ersten Spiel des Tages, beim 0:0 gegen Türkgücü München in St. Ulrich, schwer verletzt. Zwar bringt erst die abschließende Diagnose am Dienstag Gewissheit – aller Voraussicht nach hat sich der Mittelfeldspieler aber einen Kreuzbandriss zugezogen und wird in den kommenden Monaten nicht gegen den Ball treten können.

Im ersten der beiden Testspiele, in dem sich Jensen schon im ersten Durchgang schwer verletzte, war die erste Hälfte des KSC-Kaders bereits um 13 Uhr gegen Türkgücü gefordert gewesen, ehe der Testspiel-Doppelpack um 16.30 Uhr in die zweite Runde ging. Gegen den mit reichlich Sponsorengeldern betankten Münchener Drittligisten, der sich gerade mit Tim Rieder (Kaiserslautern) und Mergim Mavraj (Fürth) zwei weitere gestandene Profis geangelt hat, bot der badische Zweitligist dabei fast ausschließlich potenzielle Reservespieler auf. So bestand die Viererabwehr-Kette der Badener neben Routinier Daniel Gordon aus den Eigengewächsen Tim Rossmann, Lazar Mirkovic und Jannis Rabold, die ihre Aufgaben in der tempo- und chancenarmen Partie zufriedenstellend erledigten.

Erste Rückschlüsse auf künftige Startelf

Mehr als erste Rückschlüsse auf die Startelf, die am übernächsten Samstag im ersten Pflichtspiel bei Hansa Rostock auflaufen dürfte, ließ dann die Partie gegen Zenit St. Petersburg zu, die am späten Nachmittag in St. Johann angepfiffen wurde und mit einer 1:3-Niederlage für die Badener endete. Schließlich spricht einiges dafür, dass die Startelf auf den allermeisten Positionen der Wunschelf von Christian Eichner entspricht. Gegen den russischen Serienmeister und Champions-League-Teilnehmer bildeten Sebastian Jung, Christoph Kobald, Robin Bormuth und Philip Heise die Viererkette. Kyoung-Rok Choi, Marvin Wanitzek und Jérôme Gondorf gaben die Mittelfeldzentrale im von Trainer Eichner grundsätzlich sehr geschätzten 4-3-2-1. Vorne spielte Philipp Hofmann als einzige Spitze, auf den Außenbahnen unterstützt von Lucas Cueto (links) und Malik Batmaz (rechts).

Test am Samstag gegen Saarbrücken

St. Petersburg ging dabei früh durch Sardar Azmoun (13.) in Führung, in der 38. Minute ließ der Iraner auch das 2:0 folgen. Doch die Badener waren nicht chancenlos, Wanitzek hatte nach einer halben Stunde mit einem Distanzschuss den Ausgleich auf dem Fuß. In der 53. Minute war es dann auch der Bruchsaler, der den Anschlusstreffer herausholte. Nach einem Foul an Wanitzek im Strafraum verwandelte Gondorf den fälligen Elfmeter zum 1:2-Anschlusstreffer, ehe Zenit in der 80. Minute auf 3:1 (Daniil Kuznetsov) erhöhte und sich der Karlsruher Tross ins Hotel verabschieden, um im Rahmen eines Mannschaftsabends das EM-Finale begutachten zu können.

Im ersten Heimspiel der kommenden Saison, das am Freitag, 30. Juli, gegen Darmstadt 98 angepfiffen wird, will der KSC, der heute aus dem österreichischen Trainingslager zurückkehrt, derweil 10.000 Zuschauern den Zutritt erlauben. Das entspräche einer Auslastung von 50 Prozent der bereits auf den bereits fertiggestellten neuen Ost- und Südtribüne zur Verfügung stehenden Plätze. Zudem dürfen nur geimpfte, genesene oder getestete Zuschauer ins Stadion.

Zum abschließenden Test am Samstag auf einem Wildpark-Nebenplatz gegen den 1. FC Saarbrücken wird, sind hingegen nur 500 Zuschauer zugelassen.


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