KSC: Sieg am Tag der Premieren

Hamburg (fal) – Der erste Auswärtssieg der laufenden Zweitligasaison ist unter Dach und Fach: Der KSC siegte am Sonntag beim FC St. Pauli 3:0. Auch dank des Premierentreffers von Marco Thiede.

Nicht zu stoppen: KSC-Angreifer Philipp Hofmann (rechts) trifft per Kopf zum 3:0-Endstand. Foto: Marvin Güngör/GES

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Nicht zu stoppen: KSC-Angreifer Philipp Hofmann (rechts) trifft per Kopf zum 3:0-Endstand. Foto: Marvin Güngör/GES

Es war zum ersten Mal in dieser Saison – und weil es durch und durch gut war, war auch die Zufriedenheit hernach groß. Mit einer läuferisch und kämpferisch starken sowie taktisch disziplinierten und sehr konzentrierten Leistung kam Fußball-Zweitligist Karlsruher SC am Sonntagmittag zu seinem ersten Auswärtssieg in dieser Spielzeit. Mit 3:0 schlugen die Badener den FC St. Pauli und verbesserten sich damit auf Tabellenrang 15.

„So ein Auswärtssieg vor der Länderspielpause fühlt sich sehr gut an“, sagte KSC-Trainer Christian Eichner. „Wichtig war natürlich, in Führung zu gehen – und das 2:0 kurz nach der Pause. Wir haben zu den richtigen Zeitpunkten getroffen. Das war ein perfekter Spielverlauf“, stellte er fest. Oliver Kreuzer wiederum meinte: „Das war ein absolut verdienter Sieg – auch in dieser Höhe. Wir waren in allen Belangen die bessere Mannschaft und haben unsere Chancen sehr effizient genutzt.“ Mehr noch: „An eine klare Tormöglichkeit von St. Pauli kann ich mich nicht erinnern. Kompliment an Daniel Gordon.“

Gordon feiert Saison-Debüt

Wie erwartet setzte KSC-Trainer Christian Eichner anstelle des gelb-rot-gesperrten Innenverteidigers Christoph Kobald auf die Erfahrung und Kopfballstärke von Daniel Gordon (35), der damit sein erstes Pflichtspiel in dieser Saison bestritt. Etwas überraschend ebenfalls Saisonpremiere in der Startelf feierte Marc Lorenz im linken Mittelfeld, was Dominik Kother und Benjamin Goller zunächst einen Platz auf der Bank bescherte.

Die Badener präsentierten sich am Millerntor von Beginn an hellwach – und bereits nach vier Minuten gingen sie in Führung: Nach einem Angriff über links landete der Ball beim aufgerückten Rechtsverteidiger Marco Thiede, der aus gut 20 Metern abzog. Der Ball klatschte an den Pfosten, St. Paulis Torhüter Robin Himmelmann bekam ihn erst hinter der Linie zu fassen. Schiedsrichter Alexander Sather ließ zunächst zwar weiterspielen, wurde dann aber von seinem Videoassistenten auf den Treffer hingewiesen, der in vier Jahren Thiedes erster für den KSC war.

Die Gäste ließen die Hausherren auch in der Folgezeit nicht ins Spiel kommen, sondern setzten St. Pauli ihrerseits immer wieder früh unter Druck. Das behagte den Hanseaten überhaupt nicht – und bescherte nach 14. Minuten Philipp Hofmann nach einem von Kyoung-Rok Choi geblockten Ball die Chance zum 2:0, die allerdings links am Tor vorbei ging. Bis zur Pause tat sich dann vor beiden Toren nicht mehr viel. Allerdings waren die Wildparkprofis einem zweiten Treffer doch deutlich näher als ihre Gastgeber dem Ausgleich.

Gondorf sorgt für Vorentscheidung

Ähnlich früh wie in der ersten Halbzeit, traf der KSC auch nach dem Seitenwechsel. Nach einem Freistoß von Philip Heise versenkte Kapitän Jerôme Gondorf den schlecht abgewehrten Ball von der Strafraumgrenze mit einem Flachschuss im Netz der Kiez-Kicker (50.).

Anschließend stemmten sich die Hausherren zwar vehementer gegen die drohende Niederlage und hätten durch Luca Zander (55.) und Daniel-Kofi Kyereh (73.) durchaus den Anschluss herstellen können. Zur Beruhigung der blau-weißen Nerven bediente dann Lorenz mit einer präzisen Flanke von links Hofmann, der das 3:0 für die Badener köpfte (76.).

In der restlichen Spielzeit hatte der KSC keine Probleme, die wütenden, aber wenig durchdachten Angriffe der Hausherren abzuwehren. Stattdessen traf Babacar Guèye in der letzten der vierminütigen Nachspielzeit noch den Pfosten.

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Erstellt:
9. November 2020, 07:30 Uhr
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