KSC: Sonderlob für Kother und Wanitzek

Karlsruhe (ket) – KSC-Trainer Christian Eichner winkt nach dem Derbysieg ein neuer Vertrag – noch vor dem Ende der Saison. Selbst sieht der 37-Jährige Fortschritte bei seinem Team, ein Duo erhielt ein Sonderlob vom KSC-Coach.

Rotzfrech: KSC-Youngster Dominik Kother (links) im Zweikampf gegen Stuttgarts Wataru Endo. Foto: Gilliar/GES

© GES/Markus Gilliar

Rotzfrech: KSC-Youngster Dominik Kother (links) im Zweikampf gegen Stuttgarts Wataru Endo. Foto: Gilliar/GES

Fußball ist ja, obwohl mittlerweile auch von Frauen ganz gerne mal gespielt, immer noch Männersache – und so war es schon ein ziemlich dickes Lob, das Christian Eichner nach dem sonntäglichen Sieg im Derby an Marvin Wanitzek verteilte. Der 27-Jährige, so stellte der KSC-Trainer fest, sei in den letzten Wochen „noch einen Ticken männlicher“ geworden, „reifer“ einfach – und mittlerweile nicht nur „ein richtiger Männerfußballer“, sondern „einer der Führungsköpfe dieser Mannschaft“, auch wenn er weit davon entfernt sei, ein „Lautsprecher“ zu sein.

Es war wie gesagt ein ziemlich dickes Lob. Ein allemal verdientes war es zudem. Wanitzek war gegen den VfB Stuttgart schließlich einmal mehr Dreh- und Angelpunkt des KSC-Spiels, dabei wie immer enormst emsig unterwegs – und das nach hinten wie nach vorne. Eine Laufleistung von 12,2 Kilometern hatte er bei Schlusspfiff auf den Tacho gebracht, vor allem aber hatte er die Badener nach sieben Minuten endlich mal in Führung geschossen – und damit den Grundstein für den ersten Derbysieg seit 13 Jahren gelegt – und dafür, dass der KSC erstmals seit Ende Januar die Abstiegszone verlassen konnte.

Eichner: „Noch nicht am Ende seiner Entwicklung“

Für Wanitzek war es der fünfte Treffer in dieser Saison. Für seinen Mannschaftskameraden Dominik Kother nach drei Einwechslungen der erste Einsatz in der Startelf bei den Profis. Ganz überraschend kam der nicht, schon bei der 0:1-Niederlage in Aue hatte der 20-Jährige, seit Kindesbeinen beim KSC, eine knappe halbe Stunde lang angedeutet, dass er durchaus in der Lage ist, Schwung auf die bisweilen lahmenden Flügel des KSC zu bringen. Auch gegen Stuttgart war dem so – und das nicht nur, weil Kother an der Vorbereitung von Wanitzeks Treffer maßgeblich beteiligt war.

Als „rotzfrech“ bezeichnete der TV-Kommentator den Youngster, der später sogar in der Rubrik der „besten Spieler“ aufgeführt wurde. „Domme ist noch nicht am Ende seiner Entwicklung“, stellte derweil der Trainer fest, was schon wieder einem dicken Lob gleichkam, hob aber auch, ganz Pädagoge, mahnend den Finger. „Er muss natürlich weiter an sich arbeiten, weiter dranbleiben“, sagte Eichner dazu passend. Obendrein gab der KSC am Montag bekannt, dass U-19-Talent David Trivunic einen Profivertrag unterschrieb hat. Der 19-jährige Mittelfeldspieler wird den Blau-Weißen bis 2022 erhalten bleiben.

Kreuzer: „Kann mir vorstellen, mit Christian in die dritte Liga zu gehen“

Wenn der Schein nicht trügt, wird er, Eichner, selbst die Möglichkeit erhalten, an Kothers fußballerischem Fortkommen und jenem der ganzen Mannschaft weiter zu werkeln. Nachdem der Verein zuletzt lediglich eine Absichtserklärung, mit dem 37-Jährigen weitermachen zu wollen, abgegeben hatte, wurde Sportdirektor Oliver Kreuzer nach dem Derbysieg endlich mal konkreter. „Ich denke, dass wir uns noch vor Saisonende einig werden und Christian und Zlatan (Eichners Assistent Bajramovic, d. Red.) ihre neuen Verträge beim KSC unterschreiben werden“, sagte Kreuzer. Und: „Ich kann mir vorstellen, mit Christian auch in die dritte Liga zu gehen.“

So weit ist es noch nicht. Seit Sonntag rangiert der KSC auf einem Nichtabstiegsplatz. Die Perspektiven für die letzten drei Spiele, das erste steigt morgen Abend (18.30 Uhr) bei Jahn Regensburg, sind also nicht die schlechtesten. Nicht zuletzt Christian Eichner sei dank.

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Erstellt:
15. Juni 2020, 17:00 Uhr
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