KSC will Kieler Aufschwung stoppen

Karlsruhe (rap) – Für Fußball-Zweitligist Karlsruher SC geht es nach der Länderspielpause wieder weiter: Am Samstag (13.30 Uhr) empfängt die Eichner-Ell den Fast-Bundesliga-Aufsteiger Holstein Kiel.

Sprint zurück in die Startelf? Innenverteidiger Robin Bormuth steht gegen Kiel wieder im Kader. Foto: Helge Prang/GES

© GES/Helge Prang

Sprint zurück in die Startelf? Innenverteidiger Robin Bormuth steht gegen Kiel wieder im Kader. Foto: Helge Prang/GES

Christian Eichner und Ole Werner kennen sich gut. Gemeinsam drückten sie im vergangenen Jahr noch die Schulbank in der Hennes-Weisweiler-Akademie in Hennef, um Fußballlehrer zu werden. Nach erfolgreichem Lehrgang machte das junge Trainer-Duo in der vergangenen Saison dann mächtig auf sich aufmerksam. Der 33-jährige Werner klopfte mit seinen Kieler Störchen heftig ans Bundesligator, scheiterte erst in der Relegation am 1. FC Köln. Der 38 Jahre alte Eichner drehte den KSC in kürzester auf links, verpasste dem Team einen passenden Spielstil – und durfte sich am Saisonende über einen fast sensationellen sechsten Platz freuen.

Am Samstag kommt es um 13.30 Uhr erneut zu einem Wiedersehen, wenn die Nordlichter im BBBank Wildpark gastieren – dem dritten seit der gemeinsamen „Schulzeit“. Die ersten beiden dürfte vor allem Eichner in guter Erinnerung behalten, setzte sich der KSC doch jeweils mit 3:2 durch. Vor allem die zweite Pleite schmerzte die Holsteiner, denn die Badener spuckten der Werner-Elf damit mächtig in die (Aufstiegs)Suppe.

Die „KSC-Mentalität“ soll den Unterschied machen

Wenn man so will, war die Niederlage am 33. Spieltag der Anfang vom Ende aller Kieler Bundesliga-Träume. Es folgte eine weitere Niederlage sowie das krachende Scheitern in der Relegation. Und die Negativserie setzte sich auch zum Rundenstart fort. Nach den Abgängen von Jae-Sung Lee (Eichner: „Der beste Spieler der Liga.“), Stürmer Janni Serra und Jonas Meffert (Eichner: „Neben Kapitän Wahl das Herzstück der Mannschaft.“) hagelte es drei Niederlagen zu Beginn, erst am vierten Spieltag bei der Düsseldorfer Fortuna gelang der erste Punkt, eine Woche später gegen Aue schließlich der erste Sieg.

„Nach solchen Abgängen ist es normal, dass du eine kleinere Findungsphase hast. Sie werden gierig sein, das zweite Spiele in Folge zu gewinnen“, prophezeite Eichner, der bei der gestrigen Pressekonferenz umgehend seine Elf in die Pflicht nahm: „Unsere Aufgabe muss es sein, da ein Stoppschild reinzusetzen.“ Um die Punkte im Wildpark zu behalten, sei eine „sehr, sehr gute Leistung“ nötig, die wie folgt auszusehen habe: Gut gegen den Ball arbeiten, eine gewisse Intensität zeigen, Gier und Galligkeit an den Tag legen. „Eben diese KSC-Mentalität, die uns auszeichnet.“

Bormuth kehrt in die Innenverteidigung zurück

Dann könnte es am Samstag auch wieder – wie in der Vorsaison – eine torreiche Partie geben. „Ich habe nichts gegen ein Spiel mit offenem Visier, so lang zum Schluss die Punkte bei uns bleiben“, sagte Eichner, der personell nahezu aus dem Vollen schöpfen kann. In der Innenverteidigung kehrt Robin Bormuth mit Gesichtsmaske (nach Jochbeinbruch) zurück in den Kader, Marvin Wanitzek hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen. Doch andere Spieler haben sich für weitere Auftritte empfohlen. Daniel Gordon war ein Muster an Beständigkeit in der Innenverteidigung, Tim Breithaupt (Eichner: „Sehr ansprechende Leistungen zuletzt.“) heizt den Kampf in der Mittelfeldzentrale an. In Nürnberg (1:2) sorgten die Einwechselspieler Fabio Kaufmann und Fabian Schleusener für mächtig Betrieb. „Diesen Konkurrenzkampf brauchen wir, um einen Schritt nach vorne zu kommen“, sagte Eichner.

Und um auch das dritte Spiel in Serie gegen seinen guten, alten Bekannten Ole Werner zu gewinnen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Christian Rapp

Zum Artikel

Erstellt:
9. September 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 36sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.