KSC-Trainer spricht über Vertragsverlängerung

Karlsruhe (rap) – Die Frage nach der Vertragsverlängerung um KSC-Trainer Christian Eichner ist nach wie vor unbeantwortet. Dieser zeigt blickt lieber auf die Partie gegen Holstein Kiel am Samstag.

Grübelt noch: Christian Eichner. Foto: Helge Prang/GES

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Grübelt noch: Christian Eichner. Foto: Helge Prang/GES

Natürlich musste sie kommen, die Frage nach der Vertragsverlängerung. Und Christian Eichner lächelte sie gekonnt weg, verteidigte sie – wie früher als linker KSC-Außenverteidiger – offensiv weg. „Wir sind total entspannt“, sagte der 38-Jährige am Donnerstag bei der Pressekonferenz. Und meinte damit natürlich zuvorderst seine Person, aber auch Oliver Kreuzer, den Geschäftsführer Sport des Karlsruher SC, mit dem er seit geraumer Zeit am Verhandlungstisch sitzt.

In der Länderspielpause, als er etwas zur Ruhe gekommen sei, habe er sich „Gedanken“ gemacht, sagte der KSC-Coach, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. „Es gab und gibt einen Austausch, der sicher jetzt auch ein bisschen intensiver werden wird“, erklärte Eichner. „Es ist eine ganz normale Situation, Oli hat den Blickwinkel des Clubs, bringt gewisse Vorstellungen ein. Auf der anderen Seite habe auch ich logischerweise gewisse Vorstellungen – und die versuchen wir zusammenzubringen, werfen sie auf den Tisch und dann werden wir eine gegenseitige Übereinkunft auch schaffen“, sagte der Übungsleiter leicht optimistisch.

Der Fokus liegt auf dem Platz – nicht auf dem Schreibtisch

Um welche konkreten – oder noch fehlenden – Details es denn gehe oder welche Stolpersteine es auf dem Weg zur Vertragsverlängerung noch geben könnte, verriet Eichner nicht. „Die Inhalte bleiben bei Oli und mir, aber die Richtung ist vorgegeben“, so Eichner, der betonte: „Entspannung ist ein perfekter Ratgeber in so einer Situation. Wir werden es verkünden, wenn es was zu verkünden gibt.“ Auf seine Arbeit habe die Vertragsverhandlung ohnehin „keine Konsequenz“.

Der Fokus liegt schließlich nicht auf irgendeinem Schreibtisch in der provisorischen Geschäftsstelle auf der Baustelle Wildpark, sondern auf dem Platz. Und dort hat es der KSC am Samstag (13.30 Uhr) mit einer Überraschungsmannschaft der Vorsaison zu tun, die nur denkbar knapp am Aufstieg in die Beletage des deutschen Fußballs scheiterte: Holstein Kiel.

Eichner fordert Topleistung gegen Holstein Kiel

Trotz des Stolperstarts der „Störche“ (vier Punkte, Tabellenplatz 15) müsse sein Team „eine überdurchschnittliche Leistung abrufen, um diesen Gegner in die Knie zu zwingen“, erklärte Eichner. Kiel habe – nach den drei Pleiten zum Saisonbeginn – wieder eine „gewisse Stabilität reinbekommen. Grundsätzlich haben sie eine sehr, sehr aktive Haltung, strahlen eine gewisse Dominanz mit dem Ball aus, gehen bei Ballbesitz auch gerne ins Risiko“, analysierte der KSC-Coach – und folgerte: „Fußballerisch gehörte Kiel in der vergangenen Saison zu den Top Zwei.“

Geht es nach Eichner, müsse der Tabellensechste (acht Punkte) die KSC-Mentalität – hohe Intensität, Laufbereitschaft und Zweikampfhärte – an den Tag legen, um die Punkte im Wildpark zu behalten. Gut möglich, dass Robin Bormuth nach seinem Jochbeinbruch wieder in die Startelf rückt (natürlich mit Gesichtsmaske). Auch im zentralen Mittelfeld (Wanitzek, Gondorf, Choi und Breithaupt) ist mittlerweile ein Konkurrenzkampf entbrannt – wie auch auf den offensiven Flügeln. Bei der ersten Saisonniederlage in Nürnberg (1:2) machte Fabio Kaufmann (Eichner: „Er hat Selbstvertrauen getankt.“) mächtig Betrieb auf der rechten Flanke. Auch Sorgenkind Dominik Kother, den Eichner zuletzt zweimal nicht für den Kader nominiert hatte, zeigte sich in der Länderspielpause formverbessert. „Er hatte sehr ansprechende 14 Tage“, erklärte Eichner.

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BT-Redakteur Christian Rapp

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Erstellt:
11. September 2021, 06:00 Uhr
Lesedauer:
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