KSC: Verstärktes Bangen um Hofmann

Karlsruhe (ket) – Philipp Hofmann ist der Topstürmer des Karlsruher SC, steht aber beim Erstliga-Club Union Berlin auf dem Zettel. Ob der Angreifer in Karlsruhe bleibt, hängt von drei Faktoren ab.

Philipp Hofmann steht bei Union Berlin auf dem Zettel. Foto: Markus Gilliar/GES

© GES/Markus Gilliar

Philipp Hofmann steht bei Union Berlin auf dem Zettel. Foto: Markus Gilliar/GES

Kölns Stürmer Jhon Cordoba war gestern freigestellt vom Training, bei Union Berlin fehlte auch Sebastian Andersson in der täglichen Übungsstunde. Beide waren in die Stadt des jeweils anderen gereist. Zu was das führte, wurde am Nachmittag bekannt: Cordoba wechselt laut „kicker“ für die kommenden vier Jahre für rund 15 Millionen Euro zu Hertha BSC Berlin, Andersson unterschrieb für rund sechs Millionen einen Dreijahresvertrag beim FC.

Mischung aus Interesse und Alarm beim KSC

Beim Karlsruher SC dürfte man beides mit einer Mischung aus Interesse und Alarmstimmung betrachtet haben, schließlich könnte der badische Zweitligist in dieses Vereinchen-wechsel-dich-Spiel ganz schnell involviert werden, haben sich die „Eisernen“ aus Berlin doch ausgerechnet KSC-Stürmer Philipp Hofmann als potenziellen Andersson-Nachfolger auserkoren (wir berichteten mehrfach), zumindest unter anderem. Durch die gestrigen Entwicklungen dürften sich die Chancen auf einen Hofmann-Verbleib im Wildpark somit zumindest nicht erhöht haben.

Hofmann nicht der einzige Kandidat bei Union

Ob Hofmann am Ende dennoch ein Blau-Weißer bleibt, dürfte mittlerweile von drei Faktoren abhängen, zuvorderst davon, ob Union es überhaupt für notwendig erachtet, Ersatz aus der Fremde zu holen. Zwar mussten die renommierten Anthony Ujah (Knieprobleme) und Neuzugang Max Kruse (noch im Aufbau) zum Saisonauftakt im Pokal – ausgerechnet in Karlsruhe – passen, gleichsam stehen in Cedric Teuchert, Marcus Ingvartsen, Marius Bülter und Sheraldo Becker immer noch vier gesunde und durchaus entwicklungsfähige Angreifer im Kader.

Hinzu kommt, dass Hofmann, sollte sich Union dessen ungeachtet für eine Neuverpflichtung entschließen, zwar ein heißer Kandidat ist, aber keineswegs der einzige. Vielmehr sollen die „Eisernen“ auch am Bochumer Silvère Ganvoula sowie an Florian Krüger vom FC Erzgebirge Aue Interesse bekundet haben.

Last but not least wäre die Frage zu klären, was die Köpenicker für Hofmann zu zahlen bereit sind. Rund sechs Millionen Euro nehmen sie dem Vernehmen nach für Andersson ein, rund vier Millionen Euro hat KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer aufs Preisschildchen bei Hofmann geschrieben. Zumindest für die Berliner Zeitung ist das „eine mächtige Stange Geld für einen Stürmer, der seine Torgefahr noch nie in einer ersten Liga unter Beweis stellen konnte“. Ob die Berliner bereit sind, diese zu zahlen, muss sich spätestens bis 5. Oktober entschieden haben. Dann schließt das Transferfenster.


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