KSC beendet Jahr mit Doppelpack

Karlsruhe (ket) – Mittwochmittag steigen die KSC-Profis in den Bus Richtung Aue, wo sie Donnerstagabend (20.30 Uhr) gegen die dort beheimateten Erzgebirgs-Kicker antreten werden.

Jérôme Gondorf. Foto: Matthias Hangst/dpa

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Jérôme Gondorf. Foto: Matthias Hangst/dpa

Es liegen wohl ein paar strapaziöse Tage vor den Fußballern des Karlsruher SC, während englischer Wochen bleibt das nicht aus. Heute Mittag steigen die KSC-Profis in den Bus Richtung Aue, wo sie morgen Abend (20.30 Uhr) gegen die dort beheimateten Erzgebirgs-Kicker antreten werden. Noch in der Nacht, gleich nach dem Spiel, geht es, erneut per Bus, zurück in die Fächerstadt. Insgesamt rund 1000 Autobahn-Kilometer und gute 90 Minuten Zweitligafußball werden hinter Kapitän Jérôme Gondorf und seiner Mannschaft liegen, wenn sie dort in den frühen Morgenstunden aussteigen. Viel Zeit diese aus Kopf und Körper zu bekommen, bleibt der KSC-Belegschaft nicht. Schon am Montag (20.30 Uhr) steht das Jahresendspiel an, das nochmal ein richtiger Kracher wird, schließlich gastiert dann der Hamburger SV auf der Wildpark-Baustelle.

Es wird in diesen Tagen also auch darum gehen, gut mit den Kräften zu haushalten. Letztendlich ist das auch der Grund, warum Christian Eichner die Vorbereitung auf die beiden Partien als „Doppelpack“ begreift, wie er es gestern formulierte. Vor allem auf den Frischefaktor seiner Mannschaft wird der 38-Jährige deshalb ein besonderes Augenmerk legen, Zwei Möglichkeiten, diesen zu beeinflussen, hat er als Trainer. Erstens: Mit der richtigen Mischung aus Spannung halten und Regeneration. Zweitens: Durch personelle Wechsel.

Gondorf zurück im Mittelfeld

Zumindest einer steht ziemlich unumstößlich fest: Der zuletzt gelbgesperrte Jérôme Gondorf wird zurück ins Mittelfeld kehren, Alexander Groiß für ihn wohl weichen müssen. Der habe seine Aufgaben gegen Fortuna Düsseldorf zwar „zu meiner Zufriedenheit gelöst“, wie Eichner gestern sagte. Gleichsam, das hatte der Coach schon gleich nach Ende der mit 1:2 verlorenen Partie am Sonntag angemerkt, hatte er eine „gewisse Dreckigkeit“ im Spiel vermisst. Just für diese steht keiner im Kader so wie Gondorf.

Ob es der einzige Wechsel bleibt, konnte oder wollte Eichner gestern noch nicht preis geben. Fest steht freilich: Nach der ersten Niederlage nach vier Siegen in Folge dürfte er, unabhängig von der Frischefrage, zumindest mehr darüber nachdenken als zuletzt. Unter anderem Außenstürmer Benjamin Goller könnte davon profitieren, zumal Kyoung-Rok Choi wegen seiner Muskelprobleme auch in Aue fehlen wird.

Zehnter sind die Mannen von Dirk Schuster vor diesem zwölften Zweitliga-Spieltag, punktgleich mit dem einen Platz davor rangierenden KSC. „Mannschaftliche Geschlossenheit“, ein „gutes Umschaltspiel“ sowie eine „extreme Qualität nach vorne“, hat Eichner als die größten Stärken erkannt, die Namen Krüger und Hochscheidt fallen in diesem Zusammenhang. „Deswegen müssen wir auf der Hut sein“, sagt Eichner, der ein „Spiel auf Augenhöhe“ erwartet.

In diesem könnte der KSC nicht nur eine neue Serie beginnen, sondern eine alte auch endlich beenden. Den letzten Sieg in Aue holten die Badener am 7. August 2011.

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Erstellt:
16. Dezember 2020, 07:00 Uhr
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