KSC bereitet sich auf die Kickers vor

Karlsruhe (ket) – Die kurze Weihnachtspause ist vorbei, Fußball-Zweitligist Karlsruher SC befindet sich seit Montag wieder im Trainingsbetrieb. Am Samstag gastiert der KSC bei den Würzburger Kickers.

Der Südkoreaner Kyoung-Rok Choi (links) könnte am Samstag bei den Würzburger Kickers zumindest in den Kader des KSC zurückkehren. Foto: Swen Pförtner/dpa

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Der Südkoreaner Kyoung-Rok Choi (links) könnte am Samstag bei den Würzburger Kickers zumindest in den Kader des KSC zurückkehren. Foto: Swen Pförtner/dpa

Ein bisschen Verlust ist ja immer, selbst dann, wenn die Winterpause nicht länger als ein paar Tage andauert. Erst am Montag vor Heiligabend hatte der Karlsruher SC sein letztes Spiel des Jahres, eine 1:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV, absolviert, genau eine Woche später bat Trainer Christian Eichner seine Spieler schon wieder zur Vorbereitung aufs erste Spiel im neuen Jahr.

Bereits am Sonntag stand erstmal der obligatorische Corona-Test auf dem Programm, am Montag dann ein erster Aufgalopp auf dem Trainingsplatz. Bis Samstag will (und muss) Eichner die Systeme wieder hochgefahren haben, wie er das selbst nennt. Dann wird’s für die KSC-Profis beim Gastspiel bei den Würzburger Kickers (13 Uhr) schon wieder ernst.

Im Fränkischen nicht dabei sein wird Babacar Guèye. Der Mann aus dem Senegal hatte die Weihnachtstage in Absprache mit dem KSC bei seiner Familie in der Heimat verbracht, nach seiner Rückkehr stand dementsprechend erstmal eine fünftägige häusliche Quarantäne an. Zwar scheint es auf den ersten Blick ein Risiko, auf die Nummer zwei im Sturm hinter Torjäger Philipp Hofmann zu verzichten. Dass Trainer Eichner dieses eingegangen ist, könnte freilich auch Indiz dafür sein, dass sich das Ranking in der KSC-Offensive etwas verschoben hat. Zuletzt, gegen den HSV, hatte jedenfalls der junge Malik Batmaz neben Hofmann stürmen dürfen – und das auch noch von Anpfiff an. Guèye hatte, zumindest in diesem Spiel, nur noch den Nummer-drei-Status inne.

Choi Option für das Kickers-Spiel

Nur Verluste hat Eichner vor der Partie in Würzburg ohnehin nicht zu beklagen, ganz im Gegenteil. Kyoung-Rok Choi hat sich am Montag wieder zurück und einsatzfähig gemeldet. Die letzten drei Partien hatte der zuletzt immer besser werdende Südkoreaner wegen muskulärer Probleme gefehlt – dass der KSC diese – gegen Düsseldorf, Aue sowie den HSV – nach zuvor vier Siegen in Folge allesamt verloren hat, kann natürlich Zufall sein, muss es aber nicht. Zwar betont Eichner ausdrücklich, Choi „mit Vorsicht behandeln“ und also keine neue Verletzung riskieren zu wollen, schon weil man seine Qualitäten „auf Strecke“ brauche. Zumindest im Kader dürfte der 25-Jährige in Würzburg dennoch stehen. Für Philip Heise ist selbst dies gänzlich ausgeschlossen. Der Linksverteidiger ist gelbrot-gesperrt und könnte durch Dirk Carlson ersetzt werden.

Zumindest auf dem Papier gehen die Badener als ziemlich klarer Favorit ins erste Spiel des neuen Jahres. Zwar trennen den Rang-14. lediglich vier Plätze vom Tabellenletzten. Was die Punkte anbelangt, erscheint der Unterschied freilich deutlich größer: Erst vier Zähler – ein Sieg sowie ein Unentschieden – haben die Gastgeber in ihren bislang zwölf Saisonspielen zusammengekratzt, vier Mal so viel (bei einem Spiel mehr) ihre Gäste. Die Favoritenrolle will Eichner seiner Mannschaft dennoch nicht einfach so anpinnen lassen. Zum einen hat sich der KSC in dieser Runde als Favorit bisweilen schwerer getan denn als Underdog. Zum anderen gilt des Trainers Credo, wonach die Mannschaft immer an ihre Grenzen gehe müsse, um das Optimum aus sich rauszuholen, ohnehin auch in Würzburg.

Und überhaupt: Ein Sieg wäre schon im Hinblick auf die kommenden Gegner nicht schlecht. Die heißen schließlich Greuther Fürth, Kiel, Heidenheim, Hannover und Bochum. Da kann es nicht schaden, zuvor nochmal drei Punkte aufs Konto zu buchen.

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Erstellt:
31. Dezember 2020, 13:00 Uhr
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